Konzertreihe

Klassische Klänge erfüllen die Ruhr-Universität

Blick auf die Bühne im Audimax.

Blick auf die Bühne im Audimax.

Foto: Dietmar Wäsche

Bochum.   Im Audimax der Bochumer Ruhr-Uni finden drei besondere Konzerte des Uni-Chors und -Orchesters statt. Dabei geht es „um Leben und Tod“.

„Klassische Tage“ stehen der Ruhr-Uni bevor. Bis zum 31. Januar sind hochkarätige Chor- und Orchesterwerke im Audimax zu erwarten.

Das Lunchtime-Konzert heute Mittag ist der Auftakt für eine Konzertserie, die sich unter dem Titel „Media vita – Mitten im Leben“ mit dem Thema „Leben und Tod“ beschäftigt. Das täglich pulsierende Leben nimmt uns in Beschlag. Doch immer wieder geschieht es, dass es ins Stocken gerät, vielfach nur für einen Moment, manchmal auch nachhaltig. Martin Luther war es, der das mittelalterliche „memento mori“ („sei Dir der Sterblichkeit bewusst“) nach- und weiterdichtete, denn der vollständige Satz des Konzertmottos lautet „Media vita in morte sumus“ („Mitten wir im Leben sind wir im Tod“).

Gegensatz als Geburtshelfer großer Musik

„Vielfach ist dieser Gegensatz Geburtshelfer großer Musik geworden und der lebende Klang bietet vielleicht gerade durch den ihm eigenen Charakter der Vergänglichkeit eine besondere Möglichkeit, diese Dialektik zu begreifen“, sagt Universitätsmusikdirektor Nikolaus Müller, der die Konzerte zusammengestellt und einstudiert hat.

In drei Veranstaltungen – alle finden im Audimax statt – setzen sich die musikalischen Ensembles der RUB also mit dem Thema Vergänglichkeit auseinander. Den Auftakt macht beim Lunchtime-Concert heute der Bariton Tobias Berndt, der Lieder von Franz Schubert und Ausschnitte aus Kantaten Johann Sebastian Bachs und aus den „Kindertotenliedern“ von Gustav Mahler bringen wird. Am Klavier begleitet Nikolaus Müller (Beginn 13.15 Uhr, Eintritt frei).

Abschlusskonzert am Mittwoch

Im Abschlusskonzert des Universitätschores am Mittwoch (24.) wird der musikalische Bogen von Felix Mendelssohns Motette „Mitten wir im Leben sind“ über Schütz’ „Musikalische Exequien“ und Brahms’ „Begräbnisgesang“ zu Rudolf Mauersbergers Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“ gespannt. Höhepunkt dieses Konzerts ist das „Requiem“ von Gabriel Fauré, ein Werk von betörender klanglicher Schönheit. Solisten sind wiederum Tobias Berndt und Magdalene Harer. An der Orgel begleitet Christian Gerharz (20 Uhr, AK 15 Euro).

Von Liszt bis Mozart

Am Mittwoch nächster Woche (31.) folgt dann das Semesterabschlusskonzert des Universitätsorchesters, das sich der Thematik in anderer Weise nähert: Es erklingt Franz Liszts wuchtige Symphonische Dichtung „Les Préludes“, Samuel Barbers inniges „Adagio für Streicher“ sowie Wolfgang Amadeus Mozarts strahlende 41. Sinfonie („Jupiter“). 20 Uhr, Eintritt frei.

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