Kinderpflege-Krankengeld

Kinderpflege-Krankengeld: Anträge gingen in Bochum zurück

Werden Kinder krank, stehen berufstätige Eltern in Bochum vor großen Betreuungsherausforderungen. Hier helfen die gesetzlichen Krankenkassen mit Kinderpflege-Krankengeld

Werden Kinder krank, stehen berufstätige Eltern in Bochum vor großen Betreuungsherausforderungen. Hier helfen die gesetzlichen Krankenkassen mit Kinderpflege-Krankengeld

Foto: AOK / hfr.

Bochum.  Im ersten Halbjahr des Jahres 2020 haben weniger Eltern aus Bochum Kinderpflege-Krankengeld beantragt. Mittlerweile steige die Zahl aber wieder.

Im ersten Halbjahr des Jahres 2020 haben in Bochum deutlich weniger berufstätige Eltern Kinderpflege-Krankengeld in Anspruch als im Vorjahr. 340 Mütter und Väter erhielten nach einer Auswertung der AOK Nordwest Kinderpflege-Krankengeld für die Betreuung ihres kranken Kindes. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach 502.

Besonders auffällig ist, dass in der Lockdown-Phase der Corona-Pandemie in den Monaten April bis Mai die Fälle im Vergleich zu den beiden Monaten in 2019 um rund 76 Prozent von 125 auf 30 sanken. Mit den einsetzenden Lockerungen stiegen die Fallzahlen vor den Sommerferien jedoch dann wieder deutlich an.

Anspruchstage für Kinderpflege-Krankengeld sollen bis Jahresende von 20 auf 30 steigen

Während Kinder früher auch mit einer leichten Erkältung zur Schule oder in die Kita gehen konnten, müssen sie jetzt nach den Regelungen des Infektionsschutzes zu Hause bleiben. In einigen Fällen haben Eltern den gesetzliche Anspruch auf Kinderpflege-Krankengeldtage bereits ausgeschöpft, so die AOK.

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen Kinderpflege-Krankengeld, wenn der Arbeitgeber keine Entgeltfortzahlung leistet. Pro Jahr haben gesetzlich Versicherte bisher Anspruch auf zehn freie Arbeitstage je Elternteil, Alleinerziehende bis zu 20 Arbeitstage. Bis Jahresende will die Bundesregierung die Dauer auf 15 freie Arbeitstage je Elternteil und 30 Arbeitstage für Alleinerziehende erhöhen. Voraussetzung ist, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind pflegen kann.

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