Kommentar

Keine Geschenke für Erzieherinnen sind realitätsfern

Erzieherinnen dürfen keine Geschenke annehmen. Ein Kommentar von Linda Heinrichkeit

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Erzieherinnen dürfen keine Geschenke annehmen. Ein Kommentar von Linda Heinrichkeit

Bochum.   Gerne sagen Eltern Erzieherinnen Danke, auch mal mit angemessenen Geschenken. Das zu verbieten, ist eine realitätsferne Regelung. Ein Kommentar.

Ein Geldschein im Umschlag für den Postboten zu Weihnachten, zum Geburtstag ein paar Euro für das gemeinsame Geschenk der Eltern an die Erzieherin, die unter der Woche manchmal mehr Tageszeit mit dem Kind verbringt als man selbst: Das sind Zeichen der Anerkennung.

Gerne sagt man danke, mal mit netten Worten oder einer Umarmung, mal eben mit einer Aufmerksamkeit. Da freut man sich mit, weil man jemand anderen eine Freude bereitet hat.

Individuelle Belastung regeln

Solche Gruppengeschenke zu verbieten, ist realitätsfern. Auch wenn die gesammelte Summe höher ist als erlaubt, für jeden einzelnen ist die finanzielle Belastung minimal. Es wäre doch besser, wenn sich die Richtlinien am individuellen Beitrag orientieren.

Als Mutter von zwei Kindern habe ich nie erlebt, dass eine Erzieherin etwas abgelehnt hat. Warum auch? Ein kleiner Dank für gute Arbeit ist noch lange keine Korruption.

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