Blick auf 2017

Kartenlegerin sagt voraus, was Bochum 2017 zu erwarten hat

Unter dem Namen „Calea“ berät Petra Marie Menow ihre Klienten an der Dr.-C.-Otto-Straße. Exklusiv für die WAZ legte sie in dieser Woche Bochum die Karten. Die Vorhersagen mit Tarot-Karten und Pendel fallen erfreulich aus.

Unter dem Namen „Calea“ berät Petra Marie Menow ihre Klienten an der Dr.-C.-Otto-Straße. Exklusiv für die WAZ legte sie in dieser Woche Bochum die Karten. Die Vorhersagen mit Tarot-Karten und Pendel fallen erfreulich aus.

Foto: Dietmar Wäsche

Bochum.   Eine Kartenlegerin sagt voraus, was Bochum im Jahr 2017 zu erwarten hat. WAZ-Redakteur spielt Schicksal. VfL-Fans müssen sich bis 2019 gedulden.

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Wird alles gut? Allzu gern würde man nach einem Jahr voller Krisen, Kriminalität und Katastrophen an ein besseres, friedvolleres 2017 glauben. Alles wird gut! Petra Marie Menow kann und will zwar keine Glückseligkeit versprechen. Erst recht keine Wunder. Positiv fällt ihr Blick in die Zukunft gleichwohl aus. Mit Bochum geht es aufwärts. Die Karten sagen es voraus.

„Mediale Lebensberatung“: So nennt die 63-Jährige ihre spirituelle Dienstleistung, die sie in einem Wohnhaus an der Dr.-C.-Otto-Straße praktiziert. Seit 2002 ist die ehemalige Floristin hauptberuflich als „Seelen-Coacherin“ tätig. Ihre Klienten, so erzählt sie, reisen aus ganz Deutschland an. Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Überwiegend Frauen, „aber auch immer mehr Männer“. Partnerschaft, Familie, Geld, berufliche Entscheidungen: Sie vertrauen auf den Rat von „Calea“, wie sich Petra Marie Menow nennt.

Die Glaskugel auf dem Tisch scheint alle Klischees zu bestätigen

Die Glaskugel auf dem Tisch scheint alle Klischees zu bestätigen. „Die benutze ich aber nicht“, betont die Lindenerin, die vornehmlich mit dem „Tarot der weisen Frauen“ und einem Pendel arbeitet. Vom Begriff „Wahrsagerin“ distanziert sie sich. Die Urkraft, göttliche Fügung, Erfahrungen und Symbolik, die in den Karten schlummerten, spiegelten Wege und Ziele wider, die sie an ihre Kunden weitergebe. „Das hat nichts mit Wunscherfüllung zu tun“, bekräftigt sie.

Sie zeige – quasi als Medium – auf, wohin die Reise geht. Sicher sei: Man wird ankommen. Nur das Wann sei offen: „Der Faktor Zeit ist schwer berechenbar. Geduld ist gefragt.“ Hinzu komme die unterschiedliche Prägung der Menschen, die Narben auf der Seele: „Wer in der Kindheit Schlimmes erlebt hat, verliert sein Grundvertrauen, glaubt nicht an das Gute. Diese Blockaden, dieses mangelnde Selbstwertgefühl aufzubrechen, ist bedeutsam.“

Für die WAZ hat Menow Bochum die Karten gelegt

Für die WAZ hat Petra Marie Menow etwas getan, was sie nie getan hat: Sie hat einer ganzen Stadt die Karten gelegt. Wie sieht die wirtschaftliche Entwicklung nach Opel aus? Wird der Rechtstrend im Wahljahr anhalten? Und: Wird dem VfL der Wiederaufstieg gelingen? Wenn nicht 2017 (was wahrhaft ein Wunder wäre), so doch in absehbarer Zeit? Der WAZ-Redakteur mischte den Tarot-Stapel und reichte – wichtig: mit der linken Hand! – eine Karte nach der anderen über den Tisch. Was Petra Marie Menow aus der Anordnung der Symbole erkennt, lesen Sie hier.

Auch ohne Karten gibt Calea allen Lesern eine Mutmach-Botschaft auf den Weg: „Glaube an deine Willensstärke und Weisheit, an die Liebe, dein Selbstvertrauen und göttliche Fügung. Glaube an 2017. Denn 2017 ist DEIN Jahr!“

Wirtschaft: DHL und Eiskirchsetzen Akzente

„Die Karten zeigen für 2017 ein langsames und stetiges Wachstum. Schwierigkeiten werden überwunden. Auch innovative Projekte werden eingebracht und führen zum nachhaltigen Erfolg (Anmerkung der Red.: Damit könnte das neue DHL-Logistikzentrum auf der Opel-Fläche gemeint sein, das auf E-Mobilität setzt). Eine wichtige Rolle nimmt Oberbürgermeister Thomas Eiskirch ein. Er ist der entscheidende Mann, der auch ungewöhnliche Ideen bei der Entwicklung der Wirtschaft einbringt. Überhaupt deuten die Karten für den neuen OB auf ein gutes Jahr hin. Es gelingt ihm zunehmend, von den Bürgern anerkannt und beliebt zu werden.“

Wahlen: Weiterer Rechtsruck bleibt aus

„Die Karten sagen für die Landtagswahl im Frühjahr und die Bundestagswahl im Herbst deutlich weniger Veränderungen voraus als derzeit diskutiert wird. Den etablierten Parteien, also vornehmlich CDU und SPD, gelingt es auch in Bochum, ihre Stimmenanteile weitgehend zu halten. Immense Verluste sehe ich nicht; die politische Landschaft wird sich nicht grundlegend verändern. Das heißt im Umkehrschluss, dass die dramatischen Stimmenzuwächse im rechten politischen Spektrum, wie es sie in diesem Jahr gab, Vergangenheit sind. Gerade die AfD wird 2017 zwar weiter eine wichtige Rolle spielen, aber ihre Wahlerfolge nicht weiter ausbauen können.“

VfL Bochum: Mit neuen Unterstützern in die 1. Liga

„Der erste Blick in die Karten zeigt viele schönere Erinnerungen. Ich kenne mich im Fußball nicht aus, aber der Verein muss sehr erfolgreiche Jahre gehabt haben (Anmerkung der Red.: „Wir holen den U-U-UEFA-Cup...“) Aktuell sieht’s weniger rosig aus. Doch ich erkenne neue Unterstützer, die im Umfeld auftauchen und dazu beitragen, den Klub nach vorne zu bringen. Ich sehe zudem einen neuen Mann an der Spitze (hält ihr Pendel über die entsprechende Symbolkarte): Das kann, muss aber nicht der Trainer sein. Er ist in jedem Fall Zwilling, Waage oder Wassermann. Auch wenn es mit den Zeitangaben schwierig ist: Bis 2019 wird der VfL in die 1. Bundesliga aufsteigen.“

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