Fotografie

Junger Fotograf feiert Erfolg bei internationalem Wettbewerb

Schüler Frederik Marks (17) ist begeisterter Hobby-Fotograf und möchte diese Kunst später gern studieren.

Foto: Gero Helm

Schüler Frederik Marks (17) ist begeisterter Hobby-Fotograf und möchte diese Kunst später gern studieren. Foto: Gero Helm

Bochum.   Bei den „Sony World Photography Awards“ gehört Schüler Frederik Marks zu den zehn besten. Seine Motive findet er oft an verlassenen Orten.

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Daumen drücken für Frederik Marks: Der 17-jährige Hildegardis-Schüler, dessen liebstes Hobby die Fotografie ist, feiert mit einem Foto gerade beachtliche Erfolge. Bei den „Sony World Photography Awards“, dem weltweit größten Fotowettbewerb für Amateure und Profis, gehört sein Bild zu den zehn besten.

Dies ist umso erstaunlicher, wenn man den Hintergrund kennt: Denn in Frederiks Altersklasse wurden 12 000 Bilder von Fotografen aus 182 Ländern eingereicht. „Dass es mein Foto in die Top Ten geschafft hat, hätte ich nie gedacht“, freut er sich.

Sein Foto wird in London und Berlin ausgestellt

Welches Bild tatsächlich das Rennen macht, entscheidet sich bei der finalen Jurysitzung am 20. April. Doch auch wenn der große Sieg am Ende ausbleibt: Stolz kann Frederik Marks allemal sein. Denn fest steht bereits jetzt, dass sein Foto bei Ausstellungen in London und Berlin vertreten sein wird – für einen jungen Fotografen wie ihn ist das ein riesiger Erfolg. „Da muss ich dann natürlich unbedingt hin“, sagt er. Aber zunächst muss er mal das Abitur in den Kasten kriegen.

Sein Interesse für die Fotografie entdeckte Frederik Marks eher unfreiwillig: Bei einem Auslandsjahr in Kanada bekam er von seinem Rektor den Tipp, einfach mal die Kamera in die Hand zu nehmen. „Als Austauschschüler kennt man dort zunächst keinen und ist manchmal ziemlich allein“, sagt er.

Übers Fotografieren schloss er schnell Freundschaft: Er und andere Austauschschüler zündeten am Strand Rauchbomben und fotografierten sich gegenseitig im bunten Nebel. Am Ende stellten sie ihre Bilder online auf Instagram. „Das hat einen riesigen Spaß gemacht.“

Alte Industriehallen oder verlassene Gewächshäuser reizten den jungen Fotografen

Zurück in seiner Heimat kam die Ernüchterung: Denn Bochum hat nur wenig kanadische Wildnis zu bieten. „Die ersten zwei Monate war ich verzweifelt, weil mir die Motive fehlten“, sagt er. Fündig wurde er schließlich an eher abgelegenen Orten: Alte Industriehallen oder verlassene Gewächshäuser reizten den jungen Fotografen.

Sein Bild, das jetzt bei den „Sony World Photography Awards“ groß durchstartet, entstand in einer verlassenen Fabrik. Es zeigt, wie das Model Marie Fürbeth durch Vorhänge aus Plastik schreitet. Eine mystische Atmosphäre entsteht, die der Fotograf nicht nachträglich am Computer bearbeitet. Er benutzt nicht mal ein Blitzlicht.

Nach dem Abitur plant er, sein Hobby weiter auszubauen: bei einem Studium der Fotografie etwa in Düsseldorf oder Berlin.

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