Weinmesse

Junge Weinmesse in Bochum setzt ihren Erfolgskurs fort

2300 Besucher frönten in der Rotunde der Weinseligkeit, darunter auch (v.l.) Sophie, Maren und Anja.

2300 Besucher frönten in der Rotunde der Weinseligkeit, darunter auch (v.l.) Sophie, Maren und Anja.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.   Bochums jüngste Weinmesse hat ihren Erfolgskurs fortgesetzt. 2300 Besucher füllten an drei Tagen die Rotunde. Launiges Motto: „Weine vor Freude!“

Vor sechs Jahren traten Oliver Sopalla, Stefan Gerth und Holger Manzke mit ihrer Weinmesse in Bochum an. Seither gilt es, zwei Vorurteile zu revidieren: In Bochum wird beileibe nicht nur Bier getrunken. Und: Der Rebensaft findet ein zunehmend jüngeres Publikum. So auch bei der siebten Auflage in der Rotunde.

2300 Besucher füllten zwischen Donnerstag und Samstag den Szene-Club im Bermudadreieck. „Zum ersten Mal waren die Karten für den Freitag und Samstag schon im Vorverkauf vergriffen“, berichtet Oliver Sopalla. Zwei Änderungen hatte er mit seiner Agentur Go Between vorgenommen: Der „Wine Thursday“ mit verschiedenen Veranstaltungen in der Innenstadt wurde abgeschafft. Stattdessen wurde der Donnerstag zum Messe-Tag deklariert – und dafür der Sonntag gestrichen. „Der“, weiß Opalla, „war zuletzt eher schwach besucht.“

Agentur trifft mit Neuerungen ins Schwarze

Die Neuerungen trafen ins Schwarze. „Weine vor Freude“, so der Messe-Titel, lockte vor allem die junge Generation zum Konrad-Adenauer-Platz. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist top“, schwärmt Marie (21), die mit drei Freundinnen durch die Rotunde flaniert. 17 Euro kostet der Eintritt. Dafür dürfen die Besucher mit einem Pfandglas so oft wie gewünscht die Weine der 36 Winzer aus den wichtigsten deutschen Anbaugebieten kosten: auch sie oft „junge Wilde“, die die Wurzeln ihrer Familienbetriebe mit Liebe hegen und pflegen, mit ebensolcher Leidenschaft aber auch neue Wege einschlagen, etwa beim Marketing mit trendigen Namen wie „Sommer-Chiller“, „Everybodys Riesling“ oder „G.punkt Rosé“.

Für die Winzer, so ist zu hören, bedeutet die Messe mitunter kein lohnendes Geschäft. Die jungen Besucher greifen beim Probieren an den dicht umlagerten Ständen zwar herzhaft zu, nehmen aber nur selten eine Flasche oder einen Karton mit nach Hause. Als lohnendes Invest sehen es die Aussteller gleichwohl: „Das sind hier die Kunden von morgen“, sagt ein Winzer aus Rheinhessen.

So sehen es auch die „Weine vor Freude“-Veranstalter selbst. Sie haben mit ihrem „Glück-auf-Küwee“ ein eigenes Erfolgsformat mit inzwischen sechs Sorten geschaffen. Größter Verkaufsrenner: der „Bochumer“ Weißwein.

Nach dem Rebenfest folgt im August das Hopfenfest

Oliver Opalla ist stolz auf die Entwicklung der Weinmesse. Gleichwohl steigt er alsbald wieder vom Reben- auf den Gerstensaft um: Vom 22. bis 24. August steigt in der Innenstadt die Neuauflage des „Hopfenfestes“.

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