Rollkunstlauf

Jugendliche Rollkunstläufer zeigen Schaulauf wie im Märchen

Die Jugendlichen zeigen volle Konzentration und Körperspannung.

Foto: Olaf Ziegler

Die Jugendlichen zeigen volle Konzentration und Körperspannung. Foto: Olaf Ziegler

Harpen.  „Die Schöne und das Biest“: Jugend der DJK Preußen bringt die berühmte Geschichte als Rollkunstlauf-Version. Drei Monate intensive Proben.

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Eine Geschichte wie Balsam für empfindsame Teenager-Herzen: Da ist ein junger Prinz, unansehnlich und von außen betrachtet ein Monstrum, der nur darauf wartet, dass jemand genauer hinschaut und seine wahre Schönheit sieht. Und dann kommt sie, Belle, eine schöne und kluge junge Frau, die Erlösung, auf die „das Biest“ seit Ewigkeiten warten muss.

Die Rollkunstläuferinnen der DJK Preußen 1911 brachten die berühmte Geschichte von der Schönen und dem Biest als beeindruckenden Schaulauf auf den Hallenboden der Rollkunsthalle in der Harpener Heide. Drei Monate lang trainierten die 28 Jugendlichen intensiv für die Aufführung.

Disney-Verfilmung als Vorbild

Diese orientiert sich an der berühmten Disney-Verfilmung des französischen Volksmärchens. „Im Grunde ist das genau wie im Film – nur eben mit Sprüngen und Pirouetten“, sagt Bianca. Die 16-Jährige spielt Belle, die weibliche Hauptrolle. Ob sie aufgeregt ist? „Oh ja, sehr, sehr, sehr“, sagt sie mit großen Augen.

Die einzelnen Figuren und Bewegungen, kombiniert zu einer schlüssigen Choreographie – das erfordert schon einiges an Training. Während sie erzählt, fährt sie auf ihren Rollschuhen umher – das ist für sie so selbstverständlich wie für andere das Laufen. Kein Wunder, schließlich trainiert Bianca das Rollkunstlaufen schon seit der fünften Klasse.

Zwei- bis dreimal Training pro Woche muss drin sein, jeweils anderthalb bis zwei Stunden lang, erzählt Bianca. Wichtig ist: „Man braucht ganz viel Körperspannung und Konzentration.“ Rollkunstlaufen ist eine Leidenschaft, die viel Zeit in Anspruch nimmt. Für Bianca bleibt es trotzdem ihr liebstes Hobby: „Ich habe mich damals für das Rollkunstlaufen entschieden, weil es eben etwas anderes war, nicht so typisch. Macht halt nicht jeder“, sagt sie.

Inzwischen ist sie auch auf Wettkämpfen unterwegs. Ein romantischer Schaulauf wie zu „Der Schöne und das Biest“ ist für die junge Sportlerin schon fast Entspannung: „Heute fahren wir ja einfach, um Leuten eine Freude zu machen“, sagt sie. „Bei Wettkämpfen herrscht ein viel größerer Druck: Schließlich wirst du dort benotet.“ Aber wie gesagt, aufgeregt ist sie trotzdem. Das gehört wohl auch einfach dazu.

Wie in einer anderen Welt

Als sie die Rollbahn betritt, ist davon aber nichts mehr zu spüren: In einem goldenen Kleid gleitet sie anmutig über die Fläche, erst alleine Pirouetten drehend, dann Hand in Hand mit einer düsteren Hexe als Partnerin. Aus den Boxen von der Hallendecke spricht der Soundtrack des Disneyfilms, gemeinsam mit dem Tanz der Rollkunstläuferinnen wird so eine bewegende Liebesgeschichte erzählt, bis auf den Text der Songs ohne Worte.

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