Schauspielhaus

Jugendliche machen sich auf der Bühne fürs Klima stark

Auf geht’s mit Gebrüll! Das erste Festival der Banden startet am 28. Juni auf der Bühne der Zeche Eins in Weitmar.

Auf geht’s mit Gebrüll! Das erste Festival der Banden startet am 28. Juni auf der Bühne der Zeche Eins in Weitmar.

Foto: Schauspielhaus Bochum

Bochum.  Beim „Festival der Banden“ in der Zeche Eins gibt es geballtes Jugendtheater mit sechs Premieren. Dafür haben die Schüler acht Monate geprobt.

Drei Personen braucht es mindestens, um eine Bande zu bilden. „Das haben wir locker geschafft“, sagt Cathrin Rose, Leiterin des Jungen Schauspielhauses. Fast 100 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis etwa 20 Jahren haben in den letzten acht Monaten am Schauspielhaus miteinander gespielt, getanzt, geprobt, gestritten und gelacht. Dabei herausgekommen sind sechs Theaterbanden (ehemals Jugendclubs), die die Ergebnisse ihrer mühevollen Bühnenarbeit jetzt gebündelt präsentieren wollen: beim ersten „Festival der Banden“ vom 28. Juni bis 9. Juli in der Zeche Eins (Prinz-Regent-Straße 50-60).

Rund zwölf Tage geballtes Jugendtheater mit einem kompletten Spielplan und teils mehreren Vorstellungen am Tag: Das gab es vorher noch nie. „Die Jugendclubs liefen früher immer nur drei Monate“, sagt Cathrin Rose. „Da war der Druck, in dieser kurzen Zeit etwas Kreatives produzieren zu müssen, enorm groß.“ Um den Jugendlichen mehr Zeit fürs Entwickeln und Proben ihrer Stücke zu geben, entschloss sich das Schauspielhaus unter neuer Leitung dazu, die Arbeit entscheidend zu verlängern: „Wir haben das jetzt die ganze Spielzeit laufen lassen, und das endet dann alles mit einem großen Festival.“

Unter professioneller Leitung, dabei aber doch relativ eigenständig, haben sich die Banden ans Werk gemacht: Sie haben Ideen recherchiert, Texte geschrieben und all dies schließlich in langen Proben (teils mit Intensivproben an den Wochenenden) auf die Bühne gebracht. In der Zeche Eins zeigen sie jetzt ihre Inszenierungen aus den Bereichen Figurentheater, Tanz und Schauspiel.

Klimaschutz mit Bewegung, Tanz und Musik

Dabei haben sich die jungen Schauspieler mit großen Themen unserer Zeit beschäftigt. „Es geht viel um die Umwelt, den Umweltschutz und um die Frage, wie wir auf dieser Erde leben und überleben wollen“ , sagt Rose. So dreht sich das Tanzstück „Ein Schluck Erde“ für Theatergänger ab acht Jahren um Strohhalme aus Plastik ebenso wie um Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg – dargeboten mit Bewegung, Tanz und Musik (Premiere: 6. Juli, 19 Uhr). Auch in „Transformatoren Ahoi!“, einem Figurenstück ab sechs Jahren, bilden Plastik und Gesang, junge Menschen und Altmetall auf der Bühne eine Einheit (ab 5. Juli, 19 Uhr).

Instagram trifft das „echte Leben“

In „#Dre@am_Island“, einem Theaterstück ab 12 Jahren, machen sich die Jugendlichen Gedanken über unsere Medienwelt: Wie präsentieren wir uns auf Instagram? Und wie unterscheidet uns dies vom „echten Leben“? Premiere: 28. Juni, 19 Uhr. Auch in „F.A.M.E.“ (ab 12 Jahren) geht es darum, wie viele Follower eigentlich noch gut sind und was das Gefühl, berühmt zu sein, mit den Menschen anstellt (Premiere: 28. Juni, 18 Uhr).

„Everyone“ (ab 9 Jahre) hingegen erzählt von einem großen Haus, in dem viele ungewöhnliche Charaktere zusammen leben. Als die Vermieterin beschließt, das Haus räumen zu lassen, stehen plötzlich alle auf der Straße. „Das ist ein lustiges und schönes Stück mit tollen Figuren“, meint Cathrin Rose. Premiere: 29. Juni, 18 Uhr.

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