Walderlebnisschule

Jugendliche geben Walderlebnisschule neuen Anstrich

Feiern die Umbauarbeiten der Walderlebnisschule: Jörg Krogull (62, hinten links), Vorsitzender Förderkreis Lernort Natur, Cathrin Pelizäus (Jugendamt), Mario Lange (Werkpädagoge), Lothar Splisteser (Lehrer) und Torsten König (Werkpädagoge) mit den Teilnehmern Yousef Al Tatari (19), Celine Krauß (17), Ayleen Krauß (17), Vigilja Mettbach (17) und Raphael Sinmon (18).

Feiern die Umbauarbeiten der Walderlebnisschule: Jörg Krogull (62, hinten links), Vorsitzender Förderkreis Lernort Natur, Cathrin Pelizäus (Jugendamt), Mario Lange (Werkpädagoge), Lothar Splisteser (Lehrer) und Torsten König (Werkpädagoge) mit den Teilnehmern Yousef Al Tatari (19), Celine Krauß (17), Ayleen Krauß (17), Vigilja Mettbach (17) und Raphael Sinmon (18).

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Bochum-Harpen.  Kursteilnehmer der Jugendwerkstatt haben die Walderlebnisschule renoviert. Die Kooperation zwischen Schule und Jugendamt wird weitergehen.

Die mintfarbene Fassade, marode Tore und die recht spartanische Küche der Walderlebnisschule gehören der Vergangenheit an. Ein warmes Rot, intakte Holzverkleidungen und eine moderne Einrichtung empfangen mittlerweile die Gruppen, die das Angebot des stationären Lernorts Natur wahrnehmen.

Umgesetzt wurden die Pläne von Kursteilnehmern der Jugendwerkstatt. Diese Werkstatt ist eine Einrichtung des Jugendamts Bochum. Jugendliche von 16 bis 21 können hier durch ein sogenanntes Maßnahmenjahr den Hauptschulabschluss machen. Es soll jungen Menschen, die etwa im regulären Schulsystem oder auf privater Ebene Schwierigkeiten haben, eine Abschlussperspektive bieten.

Jugendliche sammeln Praxiserfahrung

Arbeitserfahrung sammeln sie hierbei in Praktika und den drei Werkbereichen Farbe, Holz und Garten- und Landschaftsbau. „Genau das, was wir hier brauchen“, sagt Jörg Krogull von der Walderlebnisschule. Eine Kooperation ist entstanden. Unter der Leitung der Werkpädagogen Mario Lange und Torsten König und Sozialarbeiterin Cathrin Pelizäus haben sich 16 Jugendliche ans Werk gemacht.

Das war manchmal ziemlich knifflig: Als die neue Küche etwa in 232 Einzelpaketen geliefert wurde, hieß es: auspacken und puzzlen. Neben handwerklichem Geschick hat das auch eine Menge Geduld erfordert. „Die alte Küche rauszureißen hat mir besonders Spaß gemacht“, sagt Ayleen. Die 17-Jährige arbeitet mit dem Schwerpunkt Farbe und ist somit insbesondere für Malerarbeiten zuständig.

Eine Extra-Motivation

„Die sichtbare und nachhaltige Arbeit sorgt bei den Jugendlichen noch einmal für eine Portion Extra-Motivation“, sind sich die Pädagogen einig. Das hat auch Jörg Krogull bemerkt: Er ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis und schreibt allen Jugendlichen ein „sehr gut“ auf die Leistungsurkunden. Was nicht immer selbstverständlich im Werkstattalltag ist: Das Erarbeitete kann stehenbleiben und kommt sogar anderen Kindern und Jugendlichen zu Gute. Vom Kindergarten bis hin zum Leistungskurs in der Oberstufe kommen ganz unterschiedliche Gruppen an die Walderlebnisschule, um eine Projektwoche, einen Schulausflug oder biologische Untersuchungen zu machen.

Sensibilität für die Natur wecken

Geleitet werden alle Angebote von Ehrenamtlichen, von denen jeder sein ganz eigenes Spezialgebiet hat. Besonders wichtig ist allen jedoch, Interesse und Sensibilität für die Natur zu wecken. Dafür möchte der Förderverein die besten Voraussetzungen schaffen: „Ich glaube, dass die Renovierungs- und Ausbauarbeiten niemals ein Ende nehmen werden. Es tauchen doch immer wieder neue Jobs auf“, sagt Jörg Krogull. Umso besser, dass in Zusammenarbeit mit der Jugendwerkstatt schon wieder neue Projekte angedacht sind.

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