Festakt

Jean Asselborn gratuliert SPD-Mitgliedern zum 75. Geburtstag

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hielt die Festrede zu Ehren von Bernd Faulenbach und Christoph Zöpel.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hielt die Festrede zu Ehren von Bernd Faulenbach und Christoph Zöpel.

Foto: Stefan Arend

Bochum.   Luxemburgischer Außenminister hält Festrede zum Geburtstag von Bernd Faulenbach und Christoph Zöpel im Museum unter Tage.

1943: Es war das Jahr, in dem Goebbels den „totalen Krieg“ forderte und die Alliierten mit Bombenangriffen auf das Ruhrgebiet begannen. Und: das Geburtsjahr von Bernd Faulenbach und Christoph Zöpel.

Zwei Männer, die die Bochumer SPD wesentlich mitprägten – Faulenbach durch Parteiarbeit vom Unterbezirksvorstand bis hin zu verschiedenen Enquete-Kommissionen, Zöpel als Landtagsabgeordneter und Minister.

Das „Kunstwerk Europa“

Anlässlich ihres 75. Geburtstags im Jahr 2018 lud die SPD nun zu einem Festakt ins Museum unter Tage. Zum Feiern kamen lokale SPD-Größen wie Thomas Eiskirch, Axel Schäfer, Serdar Yüksel oder Thomas Kutschaty, ebenso wie der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn. „Er ist ein langjähriger Wegbegleiter, ich freue mich sehr über seinen Besuch“, sagt Christoph Zöpel. Die Politik verfolgt ihn immer noch – und er sie: „Ich halte die Sozialdemokratie weiterhin für die klügste Idee“, so der 75-Jährige. Auch Bernd Faulenbach schätzt die SPD als wesentlichen Teil seines bisherigen Lebens: „Wichtig war mir immer, selbst mitzugestalten.“

Jean Asselborn thematisierte in seiner Festrede das „Kunstwerk Europa“: Er könne zwar nicht in 140 Zeichen zusammenfassen, wohin die EU steuere, dass eine vertiefte europäische Integration der richtige Weg sei, wisse er aber. „Die Geschichte des Ruhrgebietes steht stellvertretend für die Geschichte Europas“, sagte Asselborn und erinnerte an die Bedeutung von Stahl und Kohle sowie an die neue Nutzung industrieller Standorte.

Soziale Aspekte stärken

Er mahnte: „Ohne gemeinsame Stimme versinken wir in der Bedeutungslosigkeit. Das europäische Projekt ist nicht selbstverständlich, die Prozesse sind auch umkehrbar.“ Asselborn forderte: „Die sozialen Aspekte gehören in der EU zwischen Migration, Klimawandel und Handelskriegen in den Vordergrund.“

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