Stadtentwicklung

Investoren bauen 67 Meter hohen Studentenwohnturm in Bochum

So soll er aussehen, der geplante Studentenwohnturm gegenüber vom Hauptbahnhof.

Foto: Base Camp

So soll er aussehen, der geplante Studentenwohnturm gegenüber vom Hauptbahnhof. Foto: Base Camp

Bochum.   Ein 67 Meter hoher Studentenwohnturm am Hauptbahnhof soll Bochums Skyline ab 2021 prägen. 400 Appartements auf 21 Stockwerken sind geplant.

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Das Exzenterhaus, neben dem Bergbaumuseum Bochums derzeit wohl meist fotografierte Landmarke, bekommt Konkurrenz. Zum Wintersemester 2021/22 will die „BaseCamp GmbH“ gegenüber von Hauptbahnhof und Europahaus einen 67 Meter hohen Studentenwohnturm mit 21 Stockwerken eröffnen.

„Voll möbliert im High-End-Bereich“ werden dort 400 Appartements untergebracht, verspricht Geschäftsführer Andreas Junius. 20 Quadratmeter kosten 450 bis 500 Euro. Basecamp ist eine Marke des European Student Housing Fund, der die Interessen von Pensionskassen, Lebensversicherern und einer Kirche vertritt und in Skandinavien, Polen und Deutschland Anlagen für studentisches Wohnen baut und betreibt. „Letzteres ist uns besonders wichtig“, sagt der 63-Jährige, „bei uns wird Studenten nicht nur ein Schlüssel in die Hand gedrückt.“

Ein Waschsalon als Begegnungsstätte

Im Erdgeschoss des „High-End-Studentenwohnheims“ mit „High-End-Internetanschluss“, das auch Touristen aufnehmen will, soll es um Gemeinschaft gehen. Geplant sei unter anderem ein Waschsalon als Begegnungsstätte. Junius: „Studenten sollen hier auch leben, Party feiern und ein Netzwerk für ihre berufliche Zukunft knüpfen können.“ Für den Neubau an der Universitätsstraße 1 wird das Parkhaus 7 abgerissen. Die Kosten für das Projekt geben die Investoren mit „einem zweistelligen Millionenbetrag im oberen Bereich“ an. Von 70 bis 90 Millionen Euro darf ausgegangen werden.

Am Donnerstag stellten Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD), Andreas Junius und der Dortmunder Architekt Eckhard Gerber (78) die Pläne im Rathaus vor. „Diese neue Landmarke ist ein großer Gewinn für die Stadt und wird das städtebauliche Bild prägen“, sagte Eiskirch.

Parkhaus für Elektro-Autos und -Fahrräder

Den erforderlichen Bebauungsplan will die Stadt „im Vonovia-Tempo“ (Eiskirch) auf den Weg bringen. Im Klartext: So schnell wie möglich. Anschließend wird das Parkhaus geschlossen und bis auf die Decke des darunter liegenden Bunkers abgerissen. Die städtische Wirtschaftsentwicklung wird das Gelände danach übergeben.

Der Rohbau soll 2020 fertig sein, die ersten Mieter zum Wintersemester einziehen. Zum Projekt wird ein neues Parkhaus gehören, das Platz haben wird für Elektro-Autos und (Elektro-)Fahrräder.

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