Kommentar

Intelligente Laternen: Ein Prestige-Projekt am Bürger vorbei

Smarte Laternen für Bochum: Ein Kommentar von Linda Heinrichkeit.

Smarte Laternen für Bochum: Ein Kommentar von Linda Heinrichkeit.

Foto: WAZ

Bochum.   Intelligente Laternen können künftig vielen Bochumern nützlich sein. Bis dahin vergeht aber viel Zeit. Rühmen sollte sich die Stadt erst dann.

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Für OB Thomas Eiskirch sind die Leuchten wieder mal eine Gelegenheit, Bochum als strahlende Stadt der Innovation darzustellen. Keine Frage: Die Idee dahinter ist eine gute für die Innenstadt. Doch dauert es noch zwei Jahre, bis allein das Pilotprojekt mit rund 60 bis 100 Laternen (es gibt 38.500 Stück) abgeschlossen ist. Der Zeitpunkt, an dem ein Großteil der Bürger davon profitiert, liegt also noch in weiter Ferne.

PR- und Prestige-Projekt wie Gigabit-City

Es ist ein PR- und Prestige-Projekt wie Gigabit-City: Damit kann sich Bochum als Stadt des schnellen Internets profilieren. 95 Prozent der Haushalte könnten laut Eiskirch die rasante Verbindung nutzen, aber monatlich 100 Euro dafür können und wollen sich nur wenige Bürger leisten.

Es ist gut, Bochum zum Standort für Innovation zu machen. Wirklich rühmen darf sich die Stadt aber erst, wenn deutlich mehr Einwohner von all den Neuerungen profitieren.

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