Familien

In Bochum eröffnet eine zentrale Anlaufstelle für Familien

Ronja (27) und Stephan Kuhta (30) erwarten Nachwuchs.

Ronja (27) und Stephan Kuhta (30) erwarten Nachwuchs.

Foto: Vladimir Wegener

Bochum.   Die Stadt Bochum hat ein Familienbüro eröffnet. Dort können sich Familien zu Themen wie Elterngeld, Kita-Platz und Pflege beraten lassen.

Nach Jahren der Planung und Ausgestaltung ist es nun soweit: Das Familienbüro der Stadt Bochum hat am Samstagvormittag (9.) erstmals seine Türen für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

„Es hat lange gedauert, aber es war wichtig, vorher ein intensives Wissensmanagement zu betreiben. Nun kann der Großteil der Beratung hier abschließend stattfinden“, so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD). Interessierte müssten jetzt nicht mehr quer durch die Verwaltung, um die für sie wichtigen Informationen zu bekommen.

Themen von Geburt bis Angehörigenpflege

Einen Wermutstropfen gebe es allerdings an diesem guten Tag. „Hermann Päuser, der Großvater des Projektes, ist heute leider erkrankt“, sagt Eiskirch. Der Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie sei die treibende Kraft in Sachen Familienbüro gewesen. Seine Partei- und Ausschusskollegin Martina Schnell (SPD) liest in Vertretung jedoch sein Grußwort: „Ziel war es, eine zentrale Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema Familie zu schaffen. Von Geburt bis Angehörigenpflege sollen sich Betroffene informieren können“.

Den Beschluss des Ausschusses zur Einrichtung eines Familienbüros habe es bereits im April 2014 gegeben. Die Finanzierung und die Suche der passenden Räumlichkeiten hätten dann allerdings einige Jahre in Anspruch genommen.

Eine von 25 Kernaktivitäten

Im März 2015 beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, ein Konzept für das Familienbüro zu entwickeln. Dieses lag im Oktober 2015 vor. Damals waren noch Räumlichkeiten in der Witteler Passage im Gespräch. Seit Ende 2017 war dann klar, dass das Familienbüro im Sockelgeschoss des historischen Rathauses gegenüber der Stadtbücherei untergebracht wird. Das Familienbüro ist eine von 25 Kernaktivitäten der ersten Tranche des Stadtentwicklungskonzeptes Bochum Strategie 2030 und Teil des Schwerpunkts „Generationsfreundliche Stadt“. Das Projektvolumen beträgt laut Stadt 285.000 Euro. „Die Finanzierung ist gesichert“, so die Leiterin des Büros Claudia Evers. Gemeinsam mit sechs Mitarbeiterinnen wird sie von nun an Hilfesuchenden zur Seite stehen.

Werdende Eltern nutzen Angebot

Die Besucherinnen und Besucher können sich bereits am Eröffnungstag beraten lassen und nutzen diese Möglichkeit. „Es war sehr informationsreich“, sagt der 30-jährige werdende Vater Stephan Kuhta, der heute mit seiner Frau gekommen ist. „Wenn Kitavermittlung für uns ein Thema wird, kommen wir sicher wieder.“

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