Baustelle

Im Wiesental sollen bald die Aufräumarbeiten beginnen

Viel zu tun bleibt noch an der Oberfläche im Wiesental – an den Wegen und vor allem den großen Grünbereichen nach Ende der Kanalbauarbeiten.

Viel zu tun bleibt noch an der Oberfläche im Wiesental – an den Wegen und vor allem den großen Grünbereichen nach Ende der Kanalbauarbeiten.

Foto: Ingo Otto

Weitmar.   Die Kanalarbeiten für den Marbach markieren einen weiteren Schritt beim Emscher-Umbau. Die Kulmer Straße soll im April wieder freigegeben werden.

Das Loch von zwölf mal 8,5 Metern soll bald verschwunden sein, die Effekte dieser ungewöhnlichen Baustelle aber als ein Teilschritt eines Jahrhundertprojektes wirken: Kanal- und Straßenbaumaßnahmen am Wiesental waren an der Oberfläche mehr als lästig für die Anwohner. Im April soll nun die Sperrung der Kulmer Straße ab der Hattinger Straße vorbei sein.

Quell- und Regenwasser vom Schmutzwasser abtrennen

Dann wird im Untergrund an der ehemaligen Radrennbahn die umfassende Veränderung des Marbachs abgeschlossen sein. Dieser längste Bochumer Bach gilt als südlicher Quell des Hüller Bachs, fließt von Weitmar aus über gut neun Kilometer in Bochum Richtung Günnigfeld/Hordel in den Hüller Bach, und der dann etwa am Gelsenkirchener Zoo in die Emscher.

Wie viele Zuläufe in den nördlichen Teil des Reviers, fristete er sein Dasein in Röhren oder Betonschalen als „Köttelbecke“. Durch die jüngsten Kanalbauarbeiten werden nun das Quell- und Regenwasser vom Schmutzwasser abgetrennt. Dies ist ein Schwerpunkt des Großprogramms zum Emscher-Umbau in ihrem gesamten Einzugsgebiet. Zaghaft geht es nun an die weitere Renaturierung des abwasserfreien Bachlaufes und auch an das Aufräumen an der Oberfläche im Wiesental.

Soziale Liste will Auskunft über die Maßnahmen

Die Soziale Liste im Rat hat daher einen Fragenkatalog an die Stadtverwaltung geschickt. Die soll erläutern, wie der Zeitplan für die Wiederherstellung des Wiesentals nach dem Ende der Baumaßnahmen aussieht, und, welche Einzelmaßnahmen noch in der ersten Jahreshälfte umgesetzt werden sollen. Möglichst detailliert erwartet die Soziale Liste Auskunft über die Maßnahmen an den Wiesen und dem Baumbestand sowie des kleinen Teiches.

Schließlich sollen auch Einzelheiten geklärt werden, etwa ob die Wege erneuert und Bänke aufgestellt, die Tischtennisecke und die Freiluft-Schachflächen erneuert werden, um das ganze Gebiet wiederherzustellen.

Zumindest zur Beleuchtung der Wege im Wiesental, die von Spaziergängern häufig als unzureichend empfunden wurde, gibt es bereits

ein Konzept. Allerdings wird noch die Finanzierung geklärt.

Wegbeleuchtung wünschenswert

Grundsätzlich sei eine Beleuchtung des Weges vom Blau-Weiß-Bad zum Graffring eine wünschenswerte Verbesserung. Die Stadtwerke schätzten die Kosten auf 20.500 Euro für Erdarbeiten, Montage und den Anschluss von drei Leuchten sowie eines Kabel-Verteilerschrankes. Das Grünflächenamt bemüht sich um die Finanzierung. Den ersten Abschnitt hatte die Bezirksvertretung Südwest möglich gemacht.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben