Minigolf-DM

Im Volkspark Langendreer spielt die deutsche Minigolf-Elite

Für jede Bahn einen anderen Ball: Minigolf-Profis überlassen nichts dem Zufall.

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Langendreer.   Im Volkspark Langendreer finden ab Donnerstag die Deutschen Meisterschaften im Minigolf statt. Der Ausrichter stellt vier hoffnungsvolle Spieler.

So voll wie dieser Tage ist es auf der Minigolfanlage im Volkspark sonst nicht. „Schön wär’s“, sagt Alfred Pöppe, Vorsitzender des Bahnengolf-Sportclubs (BGSC) Bochum 1978. Von Donnerstag bis Samstag spielen hier die 111 besten Minigolfer Deutschlands ihren Meister aus. Der BGSC, der die städtische Anlage betreibt, ist schon zum zweiten Mal Ausrichter.

Eine ganz schöne Herausforderung für einen Klub mit gerade einmal 40 Mitgliedern. Da müssen alle mit anpacken. Selbst die, die sich für die Deutschen Meisterschaften auf der heimischen Bahn qualifizieren konnten und selbst den Schläger in die Hand nehmen. Vier Teilnehmer stellt der BGSC. Unter ihnen Peter Kling aus Langendreer und Alfred Nowak aus Laer.

Bestwert: 22 Schläge für 18 Bahnen

Beide haben nicht nur viel Gefühl in ihren Händen, sondern auch grüne Daumen. Im Vorfeld der Großveranstaltung haben sie das komplette Grün um die 18 Bahnen herum auf Vordermann gebracht. Ab Donnerstag aber konzentrieren sie sich auf das Wesentliche: den kleinen Ball möglichst mit einem Versuch an allen Hindernissen vorbei ins Loch zu bringen.

Nach drei Tagen Training geht es jetzt ums Ganze. Volle Konzentration, eine ruhige Hand – und die richtige Wahl bei den Bällen. „Fast für jede Bahn gibt es einen eigenen Ball“, erklärt Alfred Nowak. Er hat, wie alle anderen Teilnehmer, ein eigenes Köfferchen mit diversen Bällen dabei. Den für Bahn eins bewahrt Nowak extra in einer Wollsocke auf. „Die richtige Temperatur ist sehr wichtig“, verrät der 56-Jährige. „Und sauber muss er sein.“

Alles hängt von den ersten vier Bahnen ab

Alfred Nowak rechnet sich durchaus Chancen aus, bei den Deutschen Meisterschaften eine gute Figur abzugeben. Sein Ziel: „Unter die besten Zehn kommen.“ Klingt machbar. Seine beste Leistung sind 22 Schläge. Falls er erneut auf diesem Niveau spielt, trauen ihm Kenner einen vorderen Platz zu. Wenn Nowak die Nerven im Griff hat. Bei ihm hänge alles von den ersten vier Bahnen ab, sagt er. „Wenn es dort läuft, ist alles okay.“

Auch Vereinskollege Peter Kling will am Samstag, wenn die Endausscheidung beginnt, noch dabei sein. „Ich bin gut drauf“, sagt die Frohnatur und scheint sich keinen großen Kopf zu machen. Der 60-Jährige spielt erst seit vier Jahren ernsthaft Minigolf, Nowak immerhin doppelt so lange. Langweilig wird ihnen ihre Leidenschaft nie. Nowak: „Jede Runde ist anders.“ Erst recht, wenn das Wetter – wie angekündigt – wechselhaft ist. Da will der Ball gut ausgewählt sein.

Auch Topleute brauchen 60 bis 80 Minuten pro Runde

Zuschauer heißt der BGSC-Vorsitzende Alfred Pöppe herzlich willkommen. „Auf die Anlage dürfen sie nicht, doch vom Zaun aus hat man einen prima Blick.“ Wer übrigens glaubt, die Top-Spieler eilen von Bahn zu Bahn, lochen den Ball ein und sind nach zehn Minuten durch, der irrt. „Auch die Topleute brauchen 60 bis 80 Minuten pro Runde“, erklärt Pöppe. „Sich konzentrieren, den richtigen Ball wählen – das dauert.“ Und auch der Laufweg sei nicht ohne. „Wir haben schon mal die Schritte gezählt“, sagt Pöppe. „1,5 Kilometer.“

>>> Info: Gespielt wird die nächsten drei Tage

  • Der Deutsche Meister wird auf der Anlage im Volkspark, Dördelstraße/Hohe Eiche, von Donnerstag bis Samstag jeweils ab 8.30 Uhr bis in den frühen Abend ausgespielt. Hobbyspieler können erst nächste Woche wieder auf die Bahnen.

  • Die beiden weiteren Starter des BGSC sind Ingo Jablonowski und Daniel Naujoks.

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