Jugendtreff

Im Bürgerhaus Hamme wird jetzt getanzt und Billard gespielt

Schick sieht’s aus: Das Kinder- und Jugendfreizeithaus Hamme verfügt jetzt über einen eigenen Tanzsaal, in dem die Kinder und Jugendlichen unter Anleitung Tanz und Bewegung lernen können.

Schick sieht’s aus: Das Kinder- und Jugendfreizeithaus Hamme verfügt jetzt über einen eigenen Tanzsaal, in dem die Kinder und Jugendlichen unter Anleitung Tanz und Bewegung lernen können.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Bochum-Hamme.  Das ehrwürdige Gebäude an der Amtsstraße wird für rund 1,4 Millionen Euro umfassend saniert. Kinder treffen sich in frisch renovierten Räumen.

Das ehemalige Bürgerhaus Hamme erlebt eine neue Blütezeit: Nach umfassenden Umbauarbeiten hat das Kinder- und Jugendfreizeithaus, das hier seit vielen Jahren beheimatet ist, seine Pforten pünktlich zum Start der Sommerferien wieder geöffnet – und viele scharrten schon ungeduldig mit den Hufen. „Direkt am ersten Vormittag standen über 30 Kinder vor der Tür“, freut sich der Leiter Milan Bongartz. Klar, das neue Angebot und die frisch renovierten Räume wollten sich viele Jugendliche aus dem Stadtteil gern aus der Nähe ansehen.

Und was hier im letzten Jahr alles passiert ist, ist beachtlich: Vom Muff der letzten Jahrzehnte weitgehend befreit, strahlen das Erdgeschoss und der erste Stock jetzt in hellen, einladenden Farben. Die Kinder und Jugendlichen im einzigen Jugendtreff in Hamme freuen sich über vielfältige Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung: Es gibt mehrere Spielzimmer für verschiedene Altersstufen, eine Küche, einen Kiosk, einen Bastel- und einen Computerraum.

Billardtisch vom „Cotton Club“ gespendet

Besondere Hingucker sind ein Tanzsaal mit einem riesigen Spiegel und ein Billardzimmer, in dessen Mitte ein großer grüner Tisch thront. „Das war eine Spende vom ,Cotton Club’ im Bermuda-Dreieck, über die wir uns riesig gefreut haben“, so Bongartz. „Der Billardtisch ist so massiv: Der hält ewig.“

Das frühere Bürgerhaus an der Amtsstraße blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Erbaut etwa zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren hier einst Polizei, Post und eine Zweigstelle der Stadt untergebracht. Bis in die 70er Jahre dienten die Räume zudem als Kinderheim.

Neues Schild wird an der Tür angebracht

Im Dachgeschoss, das weiter umgebaut wird, sollen noch einige Relikte aus dieser Zeit wie ein Waschraum und Feldbetten zu finden sein. „Erst neulich besuchte uns ein älterer Herr, der als kleiner Junge hier im Heim aufgewachsen ist“, erzählt Bongartz. „Das sind schon berührende Geschichten.“

Doch neue Zeiten erfordern auch neues Denken: So soll das Schild „Bürgerhaus Hamme“ über dem Eingang demnächst ersetzt werden durch „Jugend- und Stadtteilzentrum Hamme“, weil sich noch immer einige Hammer Bürger in dem Haus verirren würden, um Behördengänge abzuwickeln.

Dachgeschoss soll Stadtteilzentrum werden

Im Zuge des Umbaus wird gerade auch das Dachgeschoss saniert: Wie diese Räume künftig genutzt werden sollen, ist laut Milan Bongartz noch nicht ganz klar: „Daraus soll definitiv ein Stadtteilzentrum werden“, sagt er. „Wie genau, wird noch entschieden.“

Voraussichtlich im September sei man schlauer: Dann soll das komplette Haus mit einer großen Feier neu eröffnet werden. Die Umbaukosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Das Land unterstützt die Sanierung mit 738.000 Euro, der Rest kommt von der Bezirksvertretung Mitte.

Rund 50-60 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und etwa 20 Jahren besuchen den Treff während der Ferien täglich von 10 bis 16 Uhr zum malen, basteln, Sport treiben und vielem mehr. Ebenfalls wird ein Frühstück und ein gesunder Mittagssnack angeboten: Die Zutaten dafür bezieht die Einrichtung von der Wattenscheider Tafel, so dass die meisten Speisen und Getränke kostenlos angeboten werden können.

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