Kult-Pizzeria

Im Bochumer Ristorante „Amalfi“ bleibt der Pizza-Ofen kalt

Von außen unscheinbar, innen geschmacklich unschlagbar: Das Ristorante „Amalfi“ im Gerberviertel.

Foto: JBS

Von außen unscheinbar, innen geschmacklich unschlagbar: Das Ristorante „Amalfi“ im Gerberviertel.

Bochum.   Ciao, Amalfi! Die Kult-Pizzeria im Gerberviertel hat zu. Der Grund für die Schließung: Pizza-König Sergio Naclerio geht in den Ruhestand.

Ciao, Amalfi! Die Kult-Pizzeria im Gerberviertel hat zu, Pizza-König Sergio Naclerio geht in Pension.

„Ich bin der erste Pizzabäcker Bochums!“, hat der Cheffe oft gesagt. Seit 1968 stand der Neapolitaner in Bochum am Pizzaofen: anfangs im „Vesuvio“ auf der Kortumstraße, seit 2009 eben im „Amalfi“. Das dortige Ambiente war zwar eher gruselig (sieht man von den Sophia-Loren-Fotos ab), Sergios Pizza aber stets bellissima!

Pizza-Auslieferung auch in Herzform

Nicht nur Klassiker wie „Pavarotti“ und „Napoli“ überzeugten, auch eine weiße Pizza-Variation für Vegetarier mit Gorgonzola und Zucchini-Blüten wurde von Kennern geschätzt.

Wenn Sergio gute Laune hatte – also meistens, außer die Scuderia Ferrari fuhr in der Formel 1 mal wieder hinterher –, lieferte er seine Pizza-Kreationen gern auch in Herzform aus. 2016 listete der Londoner Gastro-Führer „Where to eat Pizza“ das Amalfi unter den 1700 besten „Pizza-Places“ weltweit. Gewiss kein Zufall.

Fein filetierte Dorade

Aber das Ristorante „Amalfi“ war mehr als eine Pizzeria, man denke an die tadellose und fein filetierte Dorade auf frischem Grillgemüse, die man stets „blind“ bestellen konnte.

Dass man am Ende jeder Leib-und-Magen-Sitzung vom Personal stets ein bisschen vergessen wurde und eine geraume Weile auf „il conto“ warten musste, war zu verschmerzen.

Vor allem jetzt, da „Amalfi“ nicht mehr ist.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik