Jugendforum

Im Bochumer Norden fehlen den Jugendlichen Treffpunkte

Kinder und Jugendliche präsentierten am Dienstag in der Bezirksvertretung die Ergebnisse des Jugendforums. Dabei beschäftigten sie sich mit den Angeboten für ihre Altersgruppen in den Stadtteilen im>Bochumer Norden.

Kinder und Jugendliche präsentierten am Dienstag in der Bezirksvertretung die Ergebnisse des Jugendforums. Dabei beschäftigten sie sich mit den Angeboten für ihre Altersgruppen in den Stadtteilen im>Bochumer Norden.

Foto: Sabine Vogt

Bochum-Nord.   Kinder und Teenager beschäftigten sich im Jugendforum mit Angeboten in den Ortsteilen. Das Ergebnis lautet: Der Bezirk Nord wird vernachlässigt.

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Junge Leute finden, dass der Bezirk Nord, verglichen mit anderen, vernachlässigt ist. Um etwas zu erleben, müssen sie in die Innenstadt oder in den Ruhrpark fahren. Das gehört zu den Ergebnissen des Jugendforums, das Ende letzten Jahres stattfand. 41 Kinder und Jugendliche haben sich beteiligt und beschäftigten sich in Workshops mit den Stadtteilen Gerthe, Harpen, Rosenberg und Hiltrop/Bergen. Ziel dieses Forums ist es, jungen Menschen des Bezirks eine Plattform für ihre Vorstellungen von jugendgerechten Angeboten und Lebensqualität zu geben.

In der Bezirksvertretung präsentierten am Dienstag Kinder – Lio (8) und Alina (12) Schettler und Lenny Börger (11) – sowie Jugendliche – Lara Reichert (16), Steven Josifor (18) und Sabina Triesch (18) – die Ergebnisse, die sie erarbeitet haben. Auf ihrer Wunschliste stehen ganz oben der Erhalt von Grünflächen und Bäumen und ein neues Schwimmbad.

Falkenheim Bergen hat nur Kinderangebote

Lindona Ahmetaj arbeitet im Jugendtreff U 27 in Gerthe: „In allen Ortsteilen fehlen Treffpunkte für Jugendliche. So gibt es weder am Rosenberg noch in Kornharpen irgendein Angebot für Kinder und junge Leute.“ Das Falkenheim in Bergen hat ein Programm für Kinder; Angebote für Jugendliche und spezielle Mädchenangebote sind nicht dabei. In Hiltrop fehlen Kioske, und ein freies WLAN-Netz wird auch gewünscht.

Sabina Triesch ist Besucherin im U 27: „Wir wollen eine bessere Straßenbahnverbindung zum Ruhrpark. Er ist ein wichtiger informeller Treffpunkt für Jugendliche. Die Linie 306 könnte über die Castroper Straße und den Harpener Hellweg bis zum Einkaufszentrum weitergeführt werden.“

Wichtig ist ihr auch der Erhalt der Fußgängerbrücke über die A 40 zum Ruhrpark. „Eine Abkürzung, die ich schon als Kind zu schätzen wusste.“

Nicht alle Haltestellen werden regelmäßig bedient

Insgesamt mahnen die Kinder und Jugendlichen eine Verbesserung der Bahn-Anbindung in Gerthe an. Wenn die 308/318 Verspätung habe, drehten die Bahnen häufig schon am Nordbad oder an der Heinrichstraße Richtung Hauptbahnhof um. So würden die Haltestellen in Gerthe nicht regelmäßig bedient, es kommt zu langen Wartezeiten. Das ist nicht akzeptabel, finden die jungen Gerther. Alina Schettler: „Ich wollte neulich zum U 27 an der Hegelstraße, doch die Straßenbahn fuhr nur bis zur Heinrichstraße.“

Die Bezirksvertreter versprechen, für die Bedürfnisse der Jugendlichen am Ball zu bleiben. „Vieles ist schon auf dem Weg, anderes muss verbessert werden“, so Philipp Welsch (SPD). Bezirksbürgermeister Henry Donner bedauerte: „Ein neues Nordbad können wir leider nicht bauen.“

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