Radfahrer

Im Bermuda-Dreieck fehlen Parkplätze für Fahrräder

Die neue Box „Dein Radschloss“ am Konrad-Adenauer-Platz soll Vorbild für weitere Radpark-Möglichkeiten im Kneipenviertel sein.

Die neue Box „Dein Radschloss“ am Konrad-Adenauer-Platz soll Vorbild für weitere Radpark-Möglichkeiten im Kneipenviertel sein.

Foto: Matthias Graben

Bochum.   Im Bermuda-Dreieck soll es mehr diebstahlsichere Abstellstationen geben. Die Verwaltung überprüft dazu auch die Innenstadt-Parkhäuser.

Das Bermuda-Dreieck ist mit dem Parkhaus P8 und durch die Haltestelle der 308/318 für Besucher gut erreichbar. Nur, wer mit dem Rad kommt, findet für sein Gefährt nicht genügend Abstellmöglichkeiten. Am südlichen Ende des Konrad-Adenauer-Platzes hin zur Parkhaus-Einfahrt wurden deshalb die Anlehnbügel durch die Station „Dein Radschloss“ ersetzt. Dort können Räder sicher untergebracht werden. Neu aufgestellt wurden nun solche Radboxen auch am Bahnhof Wattenscheid und S-Bahnhof Höntrop.

Pkw-Stellplätze dafür aufgeben

Doch dies allein reicht nicht aus, so stellt die Fraktion FDP & die Stadtgestalter fest und fragt jetzt an, wo im Kneipenviertel weitere Parkstationen eingerichtet werden könnten. Auch die Verwaltung räumt ein, dass es zu wenig Parkplätze gebe, insbesondere im zentralen Bereich rund um die Kreuzung Brüder-, Kreuz- und Kortumstraße sowie am Kerkwege. „Zusätzlicher Parkraum muss auf den bisher als Pkw-Stellplatz genutzten Flächen geschaffen werden.“ Dazu sollen zwei bewirtschaftete Parkplätze auf der Kreuzstraße mit Anlehnbügeln für Fahrräder bestückt werden. Die Parkstation am Konrad-Adenauer-Platz gilt zwar als besonders diebstahlsicher, nimmt aber viel Raum in Anspruch, so dass eine weitere Station vorerst nicht geplant ist. Möglich wäre, die jetzige Box mit Platz für zehn Räder durch eine Doppelstockanlage mit 20 Boxen zu ersetzen.

FDP/Stadtgestalter regen zudem an, analog zu den Motorradparkplätzen im Parkhaus P8, dort einen Bereich für Radfahrer zu schaffen, dazu eine Self-Service-Station, abgetrennt vom Autobereich. „Das“, so erklärt Stadtsprecherin Charlotte Meitler, „wird geprüft“.

Parkhäuser auf Radnutzung untersuchen

Zudem sollten weitere Innenstadt-Parkhäuser auf Radnutzung hin unter die Lupe genommen werden. Dazu hat die Verwaltung die Wirtschaftsentwicklung Bochum (WEG) als Parkhaus-Betreiber ins Boot geholt. Die WEG hielte das für wenig wirtschaftlich, zumal die Einfahrt umgebaut werden müsste.

Prüfungs-Ergebnis: Im Parkhaus P5 an der Brückstraße ist die Einfahrt zu eng, es müsste für einen Umbau ein Ladenlokal aufgegeben werden. Keine Nachfrage sieht die WEG bei den Parkhäusern Am Stadionring, P9 am Schauspielhaus und Westpark/Jahrhunderthalle. Dort wären grundsätzlich Boxen à la „Dein Radschloss“ möglich.

Ob sich eine Radstation wie die vom Verein ViA betriebene im Hauptbahnhof auch im Bermuda-Dreieck realisieren ließe, werde ebenfalls untersucht. Dort werden Räder nicht nur untergestellt, sondern auch repariert.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben