Kriminalität

Illegaler Hundehandel: Transporter mit neun Hunden entdeckt

In diesem Transporter stellte die Polizei die Hunde sicher. Es wird wegen des Verdachts des illegalen Hundehandels ermittelt.

In diesem Transporter stellte die Polizei die Hunde sicher. Es wird wegen des Verdachts des illegalen Hundehandels ermittelt.

Foto: KDF -TV Picture / Stephan Witte

Bochum.  Ein Transporter mit neun Hunden ist am Donnerstagabend (22.) in Bochum entdeckt worden. Es könnte sich um illegalen Hundehandel handeln.

Einer illegalen Hundehändler-Gruppe ist die Polizei möglicherweise in Bochum auf die Schliche gekommen. Am späten Donnerstagabend (22.) gab es einen Einsatz in Höntrop auf dem Wattenscheider Hellweg. In einem Lieferwagen wurden neun Welpen und bereits ausgewachsene Hunde sichergestellt. Polizei, Tierrettung und das städtische Veterinäramt waren vor Ort. Nach Angaben der Stadt soll es sich um Chihuahuas handeln.

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Eine aufmerksame Zeugin hatte gegen 22 Uhr lautes Hundegebell aus einem Lieferwagen gehört. Die sofort alarmierte Polizei stellte fest, dass sich in dem Fahrzeug die nicht ordnungsgemäß gesicherten Transportboxen mit den Tieren befunden haben.

Keine Papiere für die Hunde vorhanden

Nach bisherigem Ermittlungsstand, so bestätigt die Polizei, sollen zwei Frauen aus dem Raum Brandenburg beteiligt gewesen sein. Es bestehe der Verdacht, dass die Tiere hier in Bochum illegal verkauft werden sollten. Für die Hunde konnten keine Papiere und Impfausweise vorgelegt werden. Da diese wichtigen Dokumente fehlten, wurden die Hunde in Zusammenarbeit mit der Tierrettung zum Bochumer Tierheim gebracht.

Dort sind sie nun vorübergehend untergebracht. Michael Schneider ist Vorsitzender des Tierschutzvereins Bochum und Umgebung, der auch das Tierheim betreibt. „Zu dem konkreten Fall darf ich nichts sagen, weil die Stadt hier federführend ist.“ Generell hätte jedoch der illegale Hundehandel in letzter Zeit deutlich zugenommen. „Vor allem Online-Kleinanzeigen auf Internetportalen bieten hier leider viele Möglichkeiten“, so Schneider. Es sei derzeit nicht möglich, sich die Hunde anzuschauen, sie „seien aktuell in Quarantäne, da darf niemand rein“, so eine Mitarbeiterin vor Ort.

Hunde bleiben zunächst im Tierheim

Nach Informationen der Stadt wurden die Tiere mittlerweile vom Veterinäramt untersucht. Sie seien in gutem Zustand, es lägen aber noch nicht alle Ergebnisse vor. Stadtsprecher Peter van Dyk: „Wir haben immer noch keine Dokumente, die die Besitzverhältnisse und den Impfstatus belegen könnten. Solange bleiben die Tiere sichergestellt.“ Die Frau aus Brandenburg, in deren Lieferwagen die Tiere aufgefunden wurden, habe angegeben, sie hätte einen Tierrechtler in Mülheim besucht, deshalb habe sie die Hunde mitgeführt.

Außerdem könne das Veterinäramt in Berlin-Marzahn ihre Angaben bestätigen. Für die Stadt reicht all dies jedoch noch nicht. „Frühestens am Dienstag können wir Kontakt mit den dortigen Behörden aufnehmen. Bis zur endgültigen Klärung bleiben die Hunde im Tierheim.“

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