Warnstreik

Hochschulen werden an diesem Donnerstag nicht geputzt

An der Fachhochschule Bochum und der Technischen Hochschule Georg Agricola werden die Reinigungskräfte heute nicht sauber machen.

An der Fachhochschule Bochum und der Technischen Hochschule Georg Agricola werden die Reinigungskräfte heute nicht sauber machen.

Foto: IG BAU

Bochum.  Die Tarifauseinandersetzung im Gebäudereiniger-Gewerbe hält an. Heute gibt es den nächsten Warnstreik. Das hat auch in Bochum Auswirkungen.

Im Rahmen der bundesweiten Warnstreiks kommt es an diesem Donnerstag auch in Bochum zu Protesten mit Arbeitsniederlegungen von Gebäudereinigern. An der Fachhochschule Bochum und der Technischen Hochschule Georg Agricola legen Reinigungskräfte ab dem frühen Morgen die Arbeit nieder. Damit bleiben die Hochschulen ungeputzt, so die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU mitteilt.

Bochum gehört zu den ausgewählten „Warnstreik-Hotspots“ im Bundesgebiet. Mit der Arbeitsniederlegung wollen die streikenden Reinigungskräfte den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde erhöhen. Denn die Verhandlungen über einen neuen Rahmentarifvertrag für das Gebäudereiniger-Handwerk sind festgefahren.

Vorwurf der Lohn-Drückerei

Nach Informationen der IG BAU Westfalen nutzen mehr und mehr Reinigungsfirmen den aktuellen tariflosen Zustand aus, um ihren Beschäftigten geänderte Arbeitsverträge zu schlechteren Konditionen vorzulegen. Die Gewerkschaft, der diese Verträge vorliegen, spricht von „Lohn-Drückerei und Urlaubskürzungen“. „Es geht um Zuschläge für Überstunden, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, die eingekürzt oder ganz gestrichen werden. Der Urlaub wurde teils von 30 Tagen auf das gesetzliche Minimum von 20 Tagen reduziert“, sagt Sven Bönnemann von der IG BAU Westfalen. Damit werde ausgerechnet bei denen der Rotstift angesetzt, „die jeden Euro zweimal umdrehen“ müssten.

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