Musik

Herbert Grönemeyers "Live aus Bochum" mit fünfter Strophe

Im Studio von Radio Bochum lernten sich Herbert Grönemeyer und Ursula Tharr 2015 kennen. Am Freitag erscheint das Live-Album: mit „Bochum“ und der von Ursula Tharr getexteten fünften Strophe.

Im Studio von Radio Bochum lernten sich Herbert Grönemeyer und Ursula Tharr 2015 kennen. Am Freitag erscheint das Live-Album: mit „Bochum“ und der von Ursula Tharr getexteten fünften Strophe.

Foto: Ingo Otto

Bochum.  „Live aus Bochum“ heißt das am Freitag erscheinende Album von Herbert Grönemeyer. Es enthält auch die erweiterte Fassung der „Bochum“-Hymne.

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„Mein erstes Album“, lacht Ursula Tharr. Na ja, komplett hat die Arzthelferin die am Freitag erscheinende CD nicht eingesungen. Aber immerhin mit einem Sechszeiler ist die WAZ-Leserin auf dem neuen Grönemeyer-Album „Live in Bochum“ vertreten. Ach was: verewigt!

Zum 30. Jahrestag seiner Kult-LP „4630 Bochum“ hatte Herbert Grönemeyer im Juni 2015 zwei Extraschichten im Stadion an der Castroper Straße eingelegt. Die Karten waren binnen Stunden vergriffen. Erst- und wohl letztmals spielte Bochums berühmtester Sohn das komplette 4630-Album: inklusive einer Welturaufführung. In einer Aktion von WAZ und Radio Bochum (die dafür gemeinsam mit dem Hörfunkpreis der Landesanstalt für Medien ausgezeichnet wurden) wurde die fünfte Strophe für Herbies „Bochum“-Hymne gesucht und gefunden:

Du hast den Ruß abgewaschenund Deine Öfen sind kalt.Doch Deine Zechen sind voll Leben.Hier wird getanzt, gelacht,das Morgen ausgedacht.Gefördert wird was lebt.“

Unter mehr als 700 Einsendungen wurde der zukunftsgewandte Text von WAZ-Leserin Ursula Tharr am Ende zum Sieger gekürt und dann von Grönemeyer auch eingesungen. Die erweiterte „Bochum“-Live-Premiere war einer der Höhepunkte der beiden umjubelten Stadion-Konzerte.

„Die Nachricht vom Gewinn, die Begegnung mit Herbert Grönemeyer, die tolle Stimmung im Stadion, der Medienrummel: Nie hätte ich geglaubt, was meine Zeilen auslösen würden“, sagte Ursula Tharr am Donnerstag im WAZ-Gespräch, in der Mittagspause vom Dienst in der Praxis von Dr. Van der Locht an der Hans-Böckler-Straße. Auch dort ist die eher zurückhaltende Frau eine Berühmtheit: „Die Kollegen wissen alle Bescheid. Auch viele Patienten sagen: Sie kenne ich doch aus der Zeitung.“

Das Live-Album will Ursula Tharr alsbald hören. Klar: wegen „ihrer“ Bochum-Version mit der fünften Strophe. Aber auch wegen all der anderen 4630-Klassiker, die Herbert Grönemeyer vor 60 000 Fans im ausverkauften Schmuckkästchen angestimmt hat.

Wann sie sich das Album kaufen will? „Brauch ich nicht“, strahlt Ursula Tharr. „Ich habe neulich eine E-Mail der Produktionsgesellschaft bekommen. Die wollen mir die CD zuschicken.“ Das ist mehr als fair: Immerhin verzichtet die Bochumerin auf jegliche Tantiemen, die ihr als Autorin der fünften Strophe zustehen würden. Auch die Einnahmen aus dem CD-Single-Verkauf von „Bochum“ wurden gespendet: zugunsten des St.-Vinzenz-Kinderheims und der Stiftung Overdyck.

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