Halloween

Halloween: Stadt Bochum rät zu Verzicht – und kontrolliert

Halloween wird auch in Bochum in diesem Jahr anders ablaufen – Corona sei Dank.

Halloween wird auch in Bochum in diesem Jahr anders ablaufen – Corona sei Dank.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Bochum.  Halloween feiern in Corona-Zeiten? Die Stadt Bochum rät dringend davon ab. Für Samstag spricht sie Handlungsempfehlungen aus – und kontrolliert.

Samstag ist Halloween . Für viele ein großer Spaß. Groß und Klein verkleiden sich gruselig, ziehen von Tür zu Tür und fordern Süßes – denn sonst gibt’s ja Saures. Gruselig sind in diesem Jahr vor allem die Begleitumstände. Das Coronaviru s überschattet einfach alles. Wegen der steigenden Infektionszahlen hat man bei der Stadt Bochum große Bauchschmerzen und rät dringend davon ab, Halloween zu feiern.

Da Feiern im privaten Kreis nicht verboten sind, „können wir lediglich Handlungsempfehlungen aussprechen“, teilt Sarah Schmuttermair vom Presseamt der Stadt Bochum mit. Darum habe auch die Polizei gebeten. So wird außerdem dringend davon abgeraten, wie üblich von Haustür zu Haustür zu marschieren, um Süßigkeiten einzukassieren.

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„Das ist einfach zu viel Kontakt“, sagt Sarah Schmuttermair. Man wisse ja nie, wer die Tür aufmacht, ob diese Person zur Risikogruppe zählt oder nicht. „Von daher empfehlen wir, Halloween in diesem Jahr ausfallen zu lassen.“

Damit sind auch – und vor allem – Feiern im privaten Rahmen gemeint. „Es wäre ungünstig, das Halloween-Geschehen nach Innen zu verlagern“, weist Sarah Schmuttermair auf die Gefahren hin. „Die meisten Menschen stecken sich ja nach wie vor in privaten Runden mit dem Coronavirus an.“ Sie rät dazu, Sinn und Dringlichkeit eines jeden Treffens genauestens zu hinterfragen. Und sich auch die möglichen Folgen noch einmal vor Augen zu führen: „Infiziere ich mich, bedeutet das 14 Tage Quarantäne.“ Vom ungewissen Verlauf der Erkrankung ganz zu schweigen.

Aus diesem Grund sei das Ordnungsamt tagtäglich auf der Straße, um das Einhalten der Regeln zu überprüfen. Noch vor dem bundesweiten Lockdown ab Montag, 2. November, gilt ja schon jetzt ein Verbot von Zusammenkünften im öffentlichen Raum von mehr als fünf Personen (Ausnahmen gibt es unter anderem für Familienangehörige). Bei privaten Feiern sind bislang noch zehn Personen erlaubt.

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Wir kontrollieren immer“, sagt Sarah Schmuttermair. „Und natürlich auch an Halloween.“ Allerdings auch da nur stichprobenartig. Anders ist es personell für das Ordnungsamt gar nicht zu stemmen. Am Samstag werden drei Drei-Personen-Teams im Stadtgebiet unterwegs sein, um zu schauen, ob die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden.

Süßes aus dem Apfelpflücker

Vielerorts wird Halloween bereits eingeschränkt oder gar nicht gefeiert. So wird beispielsweise der Garten der Familie Warnecke in Hordel in diesem Jahr nicht von unheimlichen Wesen heimgesucht. Das Grusellabyrinth, das hier sonst immer groß aufgezogen wird, fällt aus. Der Grund liegt auf der Hand: „Mehr als zehn Personen dürfen es bei privaten Feiern ja nicht sein“. Bei der bekannten Strahlkraft des Grusel-Gartens sicher eine sinnvolle Entscheidung.

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Viele Halloween-Freunde suchen indes andere Wege, um doch auf „Süßes-oder-Saures“-Tour gehen zu können. Im Internet werden fleißig Ideen ausgetauscht: Im Vorfeld feste Adressen ausmachen, an deren Haustüren man anklingeln darf, kleine Tütchen vor die Tür stellen, nur Abgepacktes anbieten, die Süßigkeiten mit einem Tablett anreichen oder – sehr originell – die Süßware mit einem Apfelpflücker rüberreichen. Hat nur nicht jeder so’n Teil mal eben griffbereit.

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