Hallenfussball

Halle an der Dördelstraße hat endlich wieder eine Tribüne

„La Ola“ auf der mobilen Tribüne in der Turnhalle an der Dördelstraße: Mitglieder des Ausrichters VfB Langendreerholz und Hausmeister Markus Fuchs (vorne) sitzen (und jubeln) schon mal zur Probe.

„La Ola“ auf der mobilen Tribüne in der Turnhalle an der Dördelstraße: Mitglieder des Ausrichters VfB Langendreerholz und Hausmeister Markus Fuchs (vorne) sitzen (und jubeln) schon mal zur Probe.

Foto: Dietmar Wäsche

Langendreer.   Beim Hallenmasters in Langendreer kann am Wochenende vor bis zu 300 Zuschauern gekickt werden. Zur Freude des Ausrichters VfB Langendreerholz.

Das erste Spiel der Hallenmasters-Vorrunde ist noch gar nicht angepfiffen, da haben die Fußballer (und ihre Anhänger) im Bochumer Osten schon Grund zum Jubel: Für das Turnier in der Turnhalle an der Dördelstraße in Langendreer konnte kurzfristig eine Tribüne für 300 Personen besorgt werden. Somit sind die Voraussetzungen für einen stimmungsvollen Budenzauber vor vollen Rängen also optimal.

„Viel zu weit weg von unserer Basis“

Das war in den vergangenen Jahren nicht der Fall, weshalb bei den stets in den Stadtteilen ausgespielten Vorrunden-Turnieren des Hallenmasters keine Veranstaltung im Bochumer Osten stattfand. Die Ausscheidungsspiele wurden stattdessen in der Halle am Lohring ausgetragen. „Viel zu weit weg von unserer Basis“, findet Bert Haase, Geschäftsführer vom VfB Langendreerholz, der in diesem Jahr das Vorrunden-Turnier in Langendreer ausrichtet.

Bert Haase und seine Vorstandskollegen wurden im Vorfeld des Hallenmasters bei Verwaltung und Politik vorstellig, um sich für das Anschaffen einer Tribüne für die Halle an der Dördelstraße stark zu machen. Gemeinsam wurde nach einer Lösung gesucht – die so aussieht, dass die Stadt eine Tribüne bei einem Tribünenbauer in Süddeutschland angemietet hat – für 11.000 Euro.

Hoffnung auf eine Dauerlösung

Bert Haase kann sich gut an das letzte Turnier an der Dördelstraße erinnern, das ebenfalls sein VfB „vor gut und gerne zehn Jahren“ in Langendreer organisierte. Damals gab es in der Halle schon keine Tribüne, weil die alte baufällig und deshalb entfernt worden war. Daher haben wir uns in Eigenregie von den Rollkunstläufern in Harpen die Tribüne ausgeliehen. Zu 30 Mann haben wir die ab- und wieder aufgebaut. Das war einmalig.“

Im wahrsten Sinne, denn in den Folgejahren wurde dann immer am Lohring um den Einzug in die nächste Hallenmasters-Endrunde gekickt. „Für dieses Turnier wurde es aber immer schwieriger, Vereine als Ausrichter zu finden“, weiß Bert Haase. „Der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ertrag.“ Von daher ist man im Osten froh und glücklich, wieder zu Hause spielen zu können. Die Tribüne ist dafür eine wichtige Voraussetzung. „Denn ohne hätten nur 99 Personen in die Halle gedurft“, berichtet Bert Haase. Und diese lassen natürlich deutlich weniger Geld in der Halle als 300.

Auch die Politik freut sich über die kurzfristige Anmietung der Tribüne. Dirk Meyer, Chef der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Ost, die im September mit den Grünen in diese Richtung bei der Stadtverwaltung vorgefühlt hatte, hält dies für „ein wichtiges Signal an den Fußball im Bochumer Osten“. Und es sei natürlich wünschenswert, in der Halle an der Dördel-straße eine feste Tribüne auf Dauer zu installieren. Darauf hofft auch Bert Haase. „Es gibt ja vor allem auch Handballer und Basketballer, die die Halle nutzen. Bisher werden da teilweise Campingstühle für die Zuschauer aufgestellt.“

Keine Planung für feste Tribüne

Laut Stadt gibt es derzeit keine aktuell laufende Planung, die Halle an der Dördelstraße mit einer festen Tribüne auszustatten. Gleichwohl räumt Stadtsprecher Peter van Dyk ein, „dass wir darüber nachdenken müssen“. Deshalb werde an diesem Wochenende ganz genau hingeschaut, wie gut die Miet-Tribüne von den Anhängern der Vereine angenommen wird. Heißt: Je voller die Halle, desto besser die Argumente für eine dauerhafte Tribünen-Lösung.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben