Kinderspielplatz

Grummer Teiche in Bochum: Spielplatz wird zur Erlebnisinsel

Landschaftsgärtner arbeiten an der Umgestaltung des Spielplatzes an den Grummer Teichen. Dieser wird für einige Wochen gesperrt.

Landschaftsgärtner arbeiten an der Umgestaltung des Spielplatzes an den Grummer Teichen. Dieser wird für einige Wochen gesperrt.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Bochum-Grumme.  Der Spielplatz an den Grummer Teichen wird komplett umgebaut. Für Bochumer Kinder stehen nach Fertigstellung Abenteuer und Natur im Mittelpunkt.

Im Zuge der Renaturierung des Grummer Bachs in Bochum wird auch die dortige Grünanlage aufgewertet. Den Anfang macht jetzt der Spielplatz im Park. Damit die Bauarbeiten sicher und zügig verlaufen können, wird der Spielplatz daher ab sofort für einige Wochen gesperrt.

Die Stadt wird die Grummer Bachläufe renaturieren; ein Vorhaben, das die nächsten Jahre in Anspruch nehmen wird. Diese Eingriffe werden genutzt, um auch die Grummer Parkanlage umzugestalten. Es geht um die Freiflächen zwischen der Vierhausstraße im Westen (Höhe Seniorenwohnanlage Vierhausstraße) und dem Weg am Kötterberg / Böckenbergstraße im Osten. Geplant ist, die Eingänge offener zu gestalten, das Wegenetz zu verbessern.

Aufenthaltsqualität im Bochumer Park verbessern

Anlehnend an das Konzept des Planungsbüros Heller + Kalka Landschaftsarchitekten aus dem Jahr 2012 sollen Verweilplätze angelegt werden, ergänzt durch Spiel- und Sportangebote: Damit will die Stadt die Aufenthaltsqualität in der Parkanlage verbessern. Der vorhandene Baum- und Gehölzbestand soll – sofern möglich und aus gestalterischer Sicht gewünscht – erhalten und durch den gezielten Einsatz von Einzelgehölzen und Gehölzgruppen ergänzt werden.

Für die Spielplatz-Neugestaltung musste die Bürgerbeteiligung coronabedingt im Frühjahr ausfallen. Das Konzept für den neuen Spielplatz hat das Landschaftsarchitekturbüro Müller + Tegtmeier aus Dortmund im Auftrag des Umwelt- und Grünflächenamtes erarbeitet. Die Leitidee der Neugestaltung ist das Thema „Auen- und Naturspielplatz“, entsprechend der Lage an den Grummer Teichen.

Flussinseln laden zum Entdecken ein

Das Presseamt der Stadt erläutert: „Gewundene, leicht erhöhte ,Flussinseln’ sollen den Kinderspielplatz in unterschiedliche Räume gliedern, die zum Entdecken einladen. Durchschnitten werden diese Inseln von Kieselpfaden, die zum nächsten Erlebnisbereich führen. Robuste Weiden und Erlen sowie eingestreute Findlinge vermitteln den Eindruck einer kleinen Flusslandschaft.“ Die Spielgeräte bestehen aus Holz und unterstreichen so den Eindruck vom Abenteuerspiel in einer Auenlandschaft.

Im östlichen Teil des Kinderspielplatzes gibt es für kleine Kinder – Altersgruppe drei bis sechs Jahre – einen Sandspielbereich mit Sandspielpodest und zwei Wipptieren. Über einen „Hangel-Pfad“ und „Treibgut“ (wild angeordnete Holzstämme) gelangt man zu einer Doppelschaukel sowie dem Kernspielbereich für die Altersgruppe sechs bis zwölf Jahre. Hier laden eine große multifunktionale Spiel- und Kletterkombi sowie eine Hängematte zum Hangeln, Klettern, Balancieren, Rutschen und auch Chillen ein.

Zaun schützt die Kinder vor Hunden und Gänsen

Der komplette Kinderspielplatz wird entlang des vorhandenen Gehweges mit einem einen Meter hohen Stabmattenzaun gesichert und mit zwei automatisch schließenden Pendeltoren versehen. So kann der Weg wieder für alle Fußgänger (auch mit Hund) freigegeben werden. Zudem dient der Zaun als Schutz der Kinder vor dem angrenzenden Gewässer, aber auch vor Hunden und Verunreinigungen durch Gänse.

Abhängig vom Baufortschritt der Maßnahmen des Tiefbauamtes, der Emschergenossenschaft und des Regionalverbandes Ruhr, soll die Parkanlage Grummer Teiche in fünf Abschnitten umgebaut werden. Im Rahmen der Bürger- und Gremienbeteiligungen mehrten sich die Stimmen derer, die sich gegen Eingriffe in den Tipulus- und Mühlenteich wandten, allen voran die Bürgerinitiative Grummer Teiche. Dem folgt nun die Stadt in Abstimmung mit der Emschergenossenschaft sowie dem Umwelt- und Grünflächenamt.

Das neue Konzept des Tiefbauamtes zum Gewässerausbau sieht vor, zunächst den „oberen“ Bereich (Bigge-, Grume- und Kötterteich) sowie Grumbeckteich umzusetzen und dann im Rahmen eines Monitorings über circa fünf Jahre die Gewässerentwicklung zu dokumentieren.

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