Gesundheit

Gründerin sucht Geldgeber zur Produktion von gesundem Kakao

Franziska Hanke hat einen zuckerfreien Kakao entwickelt. Um ihn produzieren zu können, sammelt sie nun Geld.

Franziska Hanke hat einen zuckerfreien Kakao entwickelt. Um ihn produzieren zu können, sammelt sie nun Geld.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Kakao in der Schule enthält häufig zu viel Zucker. Eine Gründerin aus Wattenscheid hat die Lösung: Kakao ohne Zucker. Jetzt sammelt sie Geld.

Rund ein Jahr ist es her, dass der Kakao an Schulen ordentlich in die Kritik geriet. Zu stark gezuckert und einfach ungesund seien die Getränke, die tausende Schüler in den Pausen zu sich nehmen, beklagten sich Lehrer und Eltern.

Franziska Hanke hat diese Diskussion ganz genau verfolgt. Denn die Wattenscheiderin hatte vor Jahren die Idee zu einem Produkt, das genau dieses Problem löst: Einem Kakao, der ohne Industriezucker auskommt, Glückshormone auslösen und die Leistungsfähigkeit stärken soll.

Kokosblütenzucker als Ersatz

Jetzt ist das Getränk fertig entwickelt, die ersten 30.000 Flaschen sollen produziert werden. Dafür sammelt „beSchoki“ per Crowdfunding im Internet (siehe Infobox).

Hanke ist gelernte Konditorin. Im Zuge ihres Lebensmitteltechnik-Studiums wollte sie vor vier Jahren einen gesunden Kakao entwickeln. Dafür ersetzte sie den gewöhnlichen weißen Zucker durch Kokosblütenzucker, der wertvolle Inhaltsstoffe besitzt und den Blutzuckerspiegel nicht rapide in die Höhe schnellen lässt.

Bio-Produkt aus Peru

Außerdem erhöhte sie den Kakao-Anteil und setzte auf ein schwach entöltes Bio-Produkt aus Peru, was für einen intensiven Schokoladen-Geschmack und mehr Glückshormone sorgt. Damit war das Uni-Projekt erst einmal beendet, und die Pläne landeten wieder in der Schublade.

Bis die Kakao-Diskussion in Deutschland begann.

Geheimtipp unter Sportlern

„Da habe ich die Rezeptur wieder herausgeholt und optimiert“, erzählt Hanke. In ihrer Küche mixte sie so einiges zusammen, am Ende kam sie auf Maca-Pulver als letzte Zutat. Maca ist das Superfood der südamerikanischen Inka. Die nährstoffreiche Knolle aus Peru hat eine belebende Wirkung für Körper sowie Geist und ist unter Sportlern ein Geheimtipp.

„Ich fand Maca schon vorher toll, aber meistens hat es ekelhaft geschmeckt, wenn man es zum Beispiel in Smoothies gemischt hat. Mit Kakao hat es aber super gepasst“, sagt die 26-Jährige. „BeSchoki“ war geboren.

30.000 Flaschen sollen produziert werden

Fortan wollte Hanke ihr Produkt möglichst schnell in die Läden bekommen, nahm zur Gründung der Firma am Senkrechtstarter-Wettbewerb der Bochum Wirtschaftsentwicklung teil und holte sich zur Unterstützung ihren Freund Markus Moll mit ins Boot. Ein Logo war schnell entworfen, und ein Abfüller wurde im Münsterland gefunden.

Die ersten 70 Probeexemplare haben sie bereits. Nun soll es ans Eingemachte gehen, eine Charge mit 30.000 Flaschen produziert werden.

Auch Frucht-Drinks sind möglich

Dafür brauchen die Gründer 15.000 Euro, die sie mit Hilfe der Aktion im Internet zusammenbekommen wollen. In Zukunft könnte „beSchoki“ auch in verschiedenen Frucht-Geschmacksrichtungen angeboten werden. „Dem Produkt sind keine Grenzen gesetzt“, sagt Hanke: „Aber erst einmal hoffen wir, dass wir unseren Kakao produzieren können. Dann schauen wir weiter.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben