Corona

Großspende von Masken hilft Bochumer Seniorenheim St. Anna

Matthias Schmitt und Wolfgang Meyer vom Caritas-Vorstand und Maike Kapuschinski freuen sich über die gespendeten Masken, die auch im Altenbochumer St. Anna-Stift eingesetzt werden.

Matthias Schmitt und Wolfgang Meyer vom Caritas-Vorstand und Maike Kapuschinski freuen sich über die gespendeten Masken, die auch im Altenbochumer St. Anna-Stift eingesetzt werden.

Foto: Jörg Schimmel / FFS

Altenbochum.  Die Caritas verteilt in ihren Einrichtungen im Bistum Essen Schutzmasken. Der Chemie-Konzern BASF hat insgesamt neun Millionen bereit gestellt.

Von der Emscher-Werkstatt des Sozialwerks St. Georg in Gelsenkirchen aus hat die Verteilung der Ladung zweier Lkw begonnen. Insgesamt 887.000 Mund-Nasen-Schutzmasken werden von hier aus für die Einrichtung des Caritasverbandes im gesamten Bistum Essen verteilt. Das umfasst Pflege- und Sozialeinrichtungen im Ruhrgebiet und im Märkischen Sauerland, von denen 34 gleich am ersten Tag versorgt wurden. Das Chemie-Unternehmen BASF hat der freien Wohlfahrtspflege bundesweit insgesamt 90 Millionen Masken zur Verfügung gestellt.

Große Freude über die Maskenspende

Zu den ersten, die sich über eine Spende freuen konnte, gehörte das St.-Anna-Stift an der Bruchspitze. Seit der Lockerung der Besuchsregeln im Mai für die Seniorenzentren würden auch dort mehr Masken benötigt, erzählt Pflegedienstleiterin Maike Kapuschinski. „Wir haben allein schon 110 Mitarbeiter, die auch immer wieder mal die Maske wechseln müssen, dazu brauchen wir weitere für Besucher und auch für manchen Bewohner“, zählt sie auf, „es herrscht praktisch andauernd Bedarf.“

Mitarbeiterinnen nähten in Überstunden

„Anders als in der Krankenpflege wird in der Altenpflege in der Regel nicht mit Maske gearbeitet“, berichtet Pflegedienstleiterin Maike Kapuschinski. „Darum lagerten zu Beginn des Corona-Lockdowns bei uns im Haus auch nur 60 FFP-2-Masken für Notfälle, zum Beispiel bei einem Noro­virus-Ausbruch.“ Weil die Einweg-Masken zunächst schnell Mangelware wurden, nähten zwei Mitarbeiterinnen schon im März am Anfang der Pandemie umgehend und in Überstunden Behelfsmasken aus Stoff, zunächst zwei für jeden der Mitarbeitenden.

Als dann der Krisenstab der Stadt Bochum und das katholische Klinikum normalen Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung stellen konnten, stiegen die Pflegekräfte darauf um. „Denn man kann besser atmen“, erklärt Kapuschinski, „die Grundpflege am Morgen ist schwere körperliche Arbeit, danach ist die Maske in der Regel durchfeuchtet und muss gewechselt werden.“ So werden im Haus täglich 60 bis 80 Einmal-Masken verbraucht. Im Quarantäne-Bereich schützen die Pflegekräfte sich weiterhin mit partikelfiltrierenden Masken und Schutzkitteln.

Teure Hilfsmittel auch für Kitas und Schulen

„Neben den Pflegeeinrichtungen sollen besonders die Beratungsstellen, Kitas und Schulen bedacht werden, die froh um jede weitere Maske sind“, unterstreicht Cordula Spangenberg, Caritas-Sprecherin. Denn die Ausstattung mit dem Mund-Nase-Schutz reißt an vielen Stellen Löcher in die schmalen Kassen, zumal diese nicht über den Corona-Rettungsschirm zurückerstattet würden.

Diözesan-Caritasdirektor Matthias Schmitt und Sozialwerks-Vorstand Wolfgang Meyer zeigten sich erfreut, dass die Verteilung der Masken so reibungslos funktionierte. Zudem dankten sie den verschiedenen Akteuren, die an dem Erfolg beteiligt waren. Dazu gehöre insbesondere BASF, die die Masken in China produzieren und nach Augsburg schaffen ließ. Das Bundesgesundheitsministerium kümmerte sich schließlich darum, dass der Masken-Typ durch den TÜV geprüft und freigegeben werden konnte.

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