Ostbad

Großer Andrang im Ostbad in Langendreer sorgt für Probleme

Festgefahren auf dem zugeparkten Weg zum Ostbad: der Shuttlebus, der Badegäste aus Werne nach Langendreer bringt.

Festgefahren auf dem zugeparkten Weg zum Ostbad: der Shuttlebus, der Badegäste aus Werne nach Langendreer bringt.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Bochum-Langendreer/-Werne.  Weil das Freibad in Werne geschlossen ist, strömen nun mehr Badegäste ins Ostbad in Langendreer. Dorthin zu kommen, ist aber nicht so einfach.

Regelmäßige Besucher des Ostbades in Langendreer kennen das: Einen Parkplatz vor dem Freibad zu finden gleicht einem Glücksspiel. Zu Stoßzeiten wird dort hin und her rangiert. Und immer wieder kommen einem auf dem schmalen und zugeparkten Eschweg Autos entgegen. Wer an heißen Tagen ins kühle Nass von Langendreer will, braucht starke Nerven.

Besucheranstieg von rund 30 Prozent

Das gilt für diesen Sommer ganz besonders. Denn weil das Freibad in Werne seit Beginn der Saison geschlossen ist, ist der Andrang im Ostbad um einiges größer. „Wir gehen von einem Besucheranstieg im Freibad Langendreer von rund 30 Prozent aus“, teilt Christian Seger, Sprecher der für die Bochumer Bäder verantwortlichen Wasserwelten GmbH, auf Anfrage mit. Am vergangenen Wochenende – Samstag und Sonntag – seien rund 4800 Besucher im Bad in Langendreer zu Gast gewesen.

Mit dem Auto das Schwimmbad nicht erreicht

Personell werden die Wasserwelten mit dem Ansturm auf das Ostbad aktuell ganz gut fertig. Von allzu langen Menschenschlangen vor den Kassen wird derzeit nicht berichtet. Und auch auf der Wiese findet sich selbst zur Mittagszeit meist noch ein schattiges Plätzchen. Bleibt allerdings die Verkehrsproblematik.

Und diese hat dazu geführt, dass Alexandra Borg, Schwimmtrainerin bei der DLRG, an einem der heißen Tage vergangene Woche nicht am Training teilnehmen konnte: „Weil es mir nicht gelang, mit dem Auto das Schwimmbad zu erreichen.“ Auch sie spricht von den üblichen Engpässen im Sommer, „aber solch ein Chaos geb es in den vergangenen Jahren nie“.

Früher gab es eine Einbahnstraßen-Regelung

„Man kommt kaum durch die Wohnsiedlungen, die zum Schwimmbad führen, weil alles zugeparkt ist und ständig Autos aus der Gegenrichtung kommen“, schildert Alexandra Borg die aktuelle Situation. „Früher“, sagt sie, „da gab es in der Freibadsaison eine Einbahnstraßen-Regelung, die einiges erleichtert hat.“ Jetzt bittet sie vor allem darum, Badegäste speziell aus Werne darauf hinzuweisen, doch lieber den von den Wasserwelten angebotenen Shuttle-Bus zu nutzen und das Auto lieber zu Hause stehen zu lassen.

Auch der Shuttle-Bus kam nicht durch

Die Werbetrommel für den kostenlosen Pendel-Verkehr rühren die Wasserwelten schon länger, sagt Sprecher Christian Seger. Der Shuttle-Service werde inzwischen auch immer besser frequentiert. Dumm nur, wenn selbst der Shuttle-Bus nicht durchkommt. So geschehen am Sonntagmittag, als der Bus die zugeparkte Straße zum Ostpark nicht passieren konnte und dann feststeckte, weil sich dahinter schnell die Autos mit weiteren Badegästen stauten.

Keine Klagen von Anwohnern und Polizei

Der Stadt ist die Verkehrsproblematik vor Ort durchaus bekannt. Und dass die Situation durch den größeren Andrang zusätzlich verschärft wird, „können wir uns gut vorstellen“, sagt Stadtsprecher Peter van Dyk. „Es wird ja nicht besser durch mehr Besucher.“ Gleichwohl habe man noch keine Klagen von Anwohnern und Polizei vernommen.

Stadt will den Bereich überprüfen

Die angesprochene Einbahnstraßen-Regelung gab es van Dyk zufolge vor 34 Jahren: „Die wurde aber nach kurzer Zeit wieder aufgehoben, weil es massive Anwohnerbeschwerden gab. Das ist also keine Option für uns. Wir werden nun die Verkehrsüberwachung bitten, den Bereich hinsichtlich des Verkehrsflusses und der Parksituation zu überprüfen, mit besonderem Augenmerk auf die Möglichkeit für Rettungsfahrzeuge, das Bad und die umliegenden Anwohner zu erreichen.“

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