Seniorenheim

Großer Andrang auf Seniorenheim in Bochum-Langendreer

Beim Richtfest des Belia-Seniorenheim in Langendreer konnten Besucher einen ersten Blick in das Gebäude werfen.

Beim Richtfest des Belia-Seniorenheim in Langendreer konnten Besucher einen ersten Blick in das Gebäude werfen.

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Bochum-Langendreer.  In Bochum-Langendreer entsteht bis Herbst 2020 eine neue Seniorenresidenz für 80 Bewohner. Der Andrang ist schon jetzt um einiges höher.

Dort wo jetzt noch ein Rohbau steht, sollen schon im Herbst nächsten Jahres Senioren gemeinsam leben, essen und feiern. In Langendreer an der Hauptstraße 152 wurde jetzt das Richtfest gefeiert. Das Gemäuer steht schon und die Fenster wurden schon von den Handwerkern eingesetzt. Im kommenden Herbst sollen die ersten Senioren nach und nach in die Residenz von der Belia GmbH einziehen. Schon jetzt gibt es um die 200 Anfragen.

Baustart war im vergangenen November. An der Hauptstraße, wo zuvor eine Tankstelle und später ein Gebrauchtwarenhändler die Fläche nutzte, entsteht eine Einrichtung mit 80 Betten in Einzelzimmern. Das Haus soll in vier Wohnbereiche unterteilt werden. Angeboten werden die vollstationäre Pflege, Pflege für Demenzkranke, palliative Pflege und Angebote für schwerstpflegebedürftige Menschen.

Friseur im Haus der Seniorenresidenz

„Es soll schon einen Hauch eines Hotels haben, aber es soll auch das Gefühl von Zuhause vermittelt“, sagt Andreas Anspach, Geschäftsführer der Belia GmbH. Das Haus an der Hauptstraße ist die dritte Einrichtung, die die Belia GmbH in Bochum eröffnet. Anspach zeigt den neugierigen Besuchern den zukünftigen Eingangsbereich. Hier soll bald ein Tresen stehen, der von einer Verwaltungskraft besetzt werden soll. Die provisorische Eingangstür aus Holz soll auch schon bald der Vergangenheit angehören.

Neben dem Restaurant, einem großen Aufenthaltsraum, einem Friseur und einem Kaminzimmer für persönliche Gespräche sollen im Erdgeschoss auch Zimmer für eigenständige Rentner entstehen. „Im Erdgeschoss ist ein bisschen mehr Trubel als oben“, sagt Aspach, der selbst einige Jahre als Krankenpfleger gearbeitet hat. Ein Zimmer ist um die 20 Quadratmeter groß und hat eine eigene Nasszelle, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist.

Bodentiefe Fenster und eine Gartenanlage sollen Balkon ersetzen

Auf Balkone habe man bei der Planung bewusst verzichtet, sagt Aspach. „Die meisten Bewohner nutzen das in der Regel nicht alleine“. Bodentiefe Fenster und eine geschützte Gartenanlage sollen den Blick und Gang ins Grüne ermöglichen. Die Zimmer werden mit einem Pflegebett, einem Tisch, Schränken und einer TV-Bank möbliert. „Eigene Möbel und Erinnerungsstücke können aber gerne mitgebracht werden.“

In der Betreuung ist ein Freizeitprogramm mit Ausflügen, Spiele-Nachmittagen und Bewegungstherapie geplant. Doch auch die Bewohner könnten sich mit ihren Ideen einbringen. „In der Residenz in Gelsenkirchen gibt es einen Schalke-Fan-Club. Wir werden auch hier einen Beamer für Fußballspiele aufbauen“, berichtet der Geschäftsführer. Auch die klischeebehafteten Bingo-Nachmittage seien zu Aspachs Überraschung bei den Bewohnern der anderen Einrichtungen sehr gefragt.

Suche nach Mitarbeitern in den Bereichen Pflege, Betreuung und Küche

In den Neubau werden nach Angaben von Belia zehn Millionen Euro investiert. Es werden um die 75 Mitarbeiter in den Bereichen Pflege, Reinigung, Betreuung und Küche tätig sein. Trotz des Fachkräftemangels in der Pflege sei das Interesse von möglichen Mitarbeitern hoch, freut sich Geschäftsführer Aspach auch in diesem Bereich über viel Resonanz. Ab Frühjahr 2020 sollen die ersten Bewerbungen möglich sein.

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