GLS-Bank setzt politisches Signal

„Wirtschaften ist mehr als Geld verdienen.“ Damit beschäftigten sich, auf einen kurzen Nenner gebracht, gut 2000 von insgesamt 46 800 Eignern der GLS-Bank an diesem Freitag und Samstag bei der Jahresversammlung im Musikforum. Noch nie war die Resonanz auf das Treffen so groß wie diesmal. Und das hat, so vermutet Vorstandssprecher Thomas Jorberg, nicht nur mit den guten Geschäftszahlen und dem außergewöhnlichen Veranstaltungsort zu tun, sondern nicht zuletzt mit dem Thema des Treffens. Es geht um die Frage: „Wie wollen wir leben?“

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„Wirtschaften ist mehr als Geld verdienen.“ Damit beschäftigten sich, auf einen kurzen Nenner gebracht, gut 2000 von insgesamt 46 800 Eignern der GLS-Bank an diesem Freitag und Samstag bei der Jahresversammlung im Musikforum. Noch nie war die Resonanz auf das Treffen so groß wie diesmal. Und das hat, so vermutet Vorstandssprecher Thomas Jorberg, nicht nur mit den guten Geschäftszahlen und dem außergewöhnlichen Veranstaltungsort zu tun, sondern nicht zuletzt mit dem Thema des Treffens. Es geht um die Frage: „Wie wollen wir leben?“

Eine Idee davon hat Ha Vinh Tho, Direktor des Entwicklungsprogramms des Zentrums für Bruttonationalglück in Bhutan, gegeben. „Früher wurden wir dafür belächelt, als der König von Bhutan gesagt hat, es komme nicht auf das Bruttosozialprodukt eines Landes an, sondern auf das Bruttonationalglück“, so Tho. Mittlerweile hätten mehr Menschen, Städte, Unternehmen und Staaten begriffen, dass Wirtschaftswachstum und Geld allein kein Ziel, sondern nur Mittel zum Zweck, nämlich zum Wohlergehen der Menschen, seien.

Es ist der Weg, den auch die sozial-ökologisch orientierte GLS-Bank geht. Und erstmals soll sich das nicht nur in ihrem wirtschaftlichen Handeln, der Finanzierung von sozialen und ökologischen Projekten, von Wohnungsbau und Zukunftsideen, widerspiegeln. Als erste Bank Deutschlands stellt sie politische Forderungen auf; nämlich nach einem bedingungslosen Grundeinkommen, nach stärkerer Besteuerung von Kapital und geringerer Besteuerung von Arbeitseinkommen, nach einer ausnahmslosen Abgabe auf den CO2-Ausstoß und der konsequenten Abgabe auf Spritz- und Düngemittel, wie Vorstandssprecher Thomas Jorberg ausführte.

Vor Ort will sie ganz aktuell einen konkreten Beitrag dazu leisten. Die GLS-Bank hat Kontakt zu den Besetzern des Hauses an der Herner Straße aufgenommen. „Wir möchten helfen“, sagt Vorstandsmitglied Christina Opitz. Nächste Woche soll in einem Gespräch mit Besetzern und Mieterverein ausgelotet werden, wie das aussehen könnte.

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