Gesellschaftliche Aufgabe

Sie können dem Leben nicht mehr Tage, sehr wohl aber den Tagen mehr Leben schenken: Die Profis und Ehrenamtler des Palliativnetzes leisten gute, wichtige Arbeit. Nahezu lückenlos ist das Netz der Unterstützung für die Menschen, die in ihrer letzten Lebensphase nicht nur medizinische, sondern vor allem auch seelische Begleitung brauchen. Dass jährlich 1800 Bochumer (und nicht zuletzt deren Angehörige) diesen Beistand erfahren, zeugt von der Bedeutung des Verbundes auf dem letzten Stück des Weges.

Sie können dem Leben nicht mehr Tage, sehr wohl aber den Tagen mehr Leben schenken: Die Profis und Ehrenamtler des Palliativnetzes leisten gute, wichtige Arbeit. Nahezu lückenlos ist das Netz der Unterstützung für die Menschen, die in ihrer letzten Lebensphase nicht nur medizinische, sondern vor allem auch seelische Begleitung brauchen. Dass jährlich 1800 Bochumer (und nicht zuletzt deren Angehörige) diesen Beistand erfahren, zeugt von der Bedeutung des Verbundes auf dem letzten Stück des Weges.

Und doch bleibt viel zu tun. Jährlich 1800 Betreuungen bei 4500 Sterbefällen, das heißt auch: Es gibt nach wie vor große Lücken zwischen Angebot und Bedarf. Die werden in dringenden „Fällen“ durch auswärtige Heime geschlossen. Mittel- und langfristig jedoch kann es nicht reichen, dass eine 370 000-Einwohner-Stadt gerade mal zwölf Hospizplätze vorhält.

Der Wunsch der allermeisten Menschen ist es, daheim in der Familie zu sterben. Doch immer mehr Senioren leben allein, einsam. Auch ihnen einen würdigen Abschied in einem Hospiz zu ermöglichen, ist eine gesellschaftliche Aufgabe, der sich Stadt, Kirchen und Kassen stellen müssen.

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