Urteil

Gerichtsvollzieherin verprügelt: Frau muss in Psychiatrie

Ein Pfandsiegel (Kuckuck) des Bochumer Amtsgerichts.

Ein Pfandsiegel (Kuckuck) des Bochumer Amtsgerichts.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Nach zwei Attacken auf Gerichtsvollzieherinnen muss eine Bochumerin (35) in die geschlossene Psychiatrie. Sie war schuldunfähig.

Die 35-jährige Bochumerin, die wegen zwei Attacken auf Gerichtsvollzieherinnen vor dem Landgericht stand, ist auf unbefristete Zeit in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Schon seit Monaten war sie vorläufig dort untergebracht. Wegen einer paranoiden Schizophrenie ist sie schuldunfähig. Die Krankheit war auch die Ursache für die Übergriffe. Weitere erhebliche Taten sind nicht auszuschließen.

schuldnerin schlägt gerichtsvollzieherin in bochum zusammen

Die beiden Vorfälle am 28. November 2017 in ihrer damaligen Dortmunder Wohnung und am 13. November 2018 in ihrer neuen Wohnung in Bochum-Werne hatten landesweit für Aufsehen gesorgt. Im ersten Fall wollte eine Gerichtsvollzieherin eine Räumungsklage durchsetzen, im zweiten Fall eine Geldstrafe eintreiben.

Bochumer Gerichtsvollzieherin war monatelang krank geschrieben

Bei diesem Termin soll sie die Staatsdienerin mehrfach mit der Faust in das Gesicht geschlagen, an den Haaren gezogen und sie getreten haben, um zu verhindern, dass sie das Geld bezahlen musste. Das Opfer erlitt einen Riss am rechten Auge, einen Bluterguss im Gesicht und eine Knochenabsplitterung am Finger. Monatelang war sie krankgeschrieben.

Als die Übergriffe bekannt geworden sind, ist öffentlich, bis in die Politik hinein, über die Sicherheit von Gerichtsvollzieherinnen bei ihren Außenterminen debattiert worden.

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