Figurenspiel

Fritz-Wortelmann-Preis in Bochum: Das sind die Gewinner

Die Figurenspielerin Laia RiCa und ihr Dramaturg Antonio Cerezo freuen sich über den Bochumer „Fritz“ für ihr Stück „Kaffee mit Zucker?“

Die Figurenspielerin Laia RiCa und ihr Dramaturg Antonio Cerezo freuen sich über den Bochumer „Fritz“ für ihr Stück „Kaffee mit Zucker?“

Foto: Fidena

Bochum.  Der Bochumer Fritz-Wortelmann-Preis für Figurenspiel wurde erstmals digital verliehen. Die Sieger-Inszenierung macht den Kolonialismus zum Thema.

Beim ersten digitalen Fritz-Wortelmann-Preis der Stadt Bochum wurde in 21 Wettbewerbsbeiträgen deutlich, wie lebendig und divers die Figuren- und Objekttheaterszene auch in pandemischen Zeiten ist. Gestern erfolgte die Preisverleihung im Ratssaal – coronabedingt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Preise wurden in verschiedenen Kategorien vergeben

Am Ende standen zwei Sieger fest: Jeweils 2000 Euro gehen an die Aachener Dido Dance Company und an den Spiel Club Mini vom Puppentheater Magdeburg. In der Jurybegründung heißt es: „Der Dido Dance Company ist mit ,Tales in the dark‘ besonders die poetische Auseinandersetzung mit dem Thema Nacht und (Alb-)Träume gelungen.“ Die Magdeburger erhalten den „Fritz“ für „Das Kind im Kühlschrank“, einem Live-Spiel, in das sowohl das Publikum als auch neue Medien einbezogen wurde.

In der Kategorie „Erwachsene Amateure“ kürte die Jury „Für Opa“ von Alba García, Tariq Marks und Alejandro Jurado Jiménez zur Sieger-Inszenierung, die Puppenspiel, Sprache, Musik, Gesang, Klang und Licht verbindet. Der Preis „Professioneller Nachwuchs“ ging an Laia RiCa & Team für „Kaffee mit Zucker?“. Das Stück verhandelt das Thema deutscher Einwanderung in Mittelamerika und deren kolonialer Nachwirkung. Mit dem Preis verbunden ist die Einladung der Produktion zum Figurentheater-Festival Fidena im Mai 2022. Der nächste Fritz-Wortelmann-Preis findet im Herbst 2023 statt.

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