Erwin-Schrödinger-Preis

Forscher der Ruhr-Uni erhalten Erwin-Schrödinger-Preis

Bochumer Wissenschaftler erhalten den Erwin-Schrödinger-Preis. Das Team will Parasitenkrankheiten besiegen. Dafür ist weitere Forschung nötig.

Bochumer Wissenschaftler erhalten den Erwin-Schrödinger-Preis. Das Team will Parasitenkrankheiten besiegen. Dafür ist weitere Forschung nötig.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Bochum.  Bochumer Wissenschaftler erhalten den Erwin-Schrödinger-Preis. Das Team will Parasitenkrankheiten besiegen. Dafür ist weitere Forschung nötig.

Sie suchen gemeinsam einen Wirkstoff gegen Parasiten, die eine Schlafkrankheit auslösen: Prof. Ralf Erdmann, Inhaber des Lehrstuhls für Systembiochemie der Ruhr-Universität Bochum (RUB), sowie sein Mitarbeiter Dr. Vishal Kalel. Für ihre Forschung wurden sie gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern mit dem diesjährigen Erwin-Schrödinger-Preis ausgezeichnet. Er ist mit 50.000 Euro dotiert ist und wird vergeben für herausragende wissenschaftliche oder technisch innovative Leistungen, die in Grenzgebieten zwischen verschiedenen Fächern erzielt worden sind.

Im Fokus der Arbeit des interdisziplinären Teams aus Biologie und Chemie stehen Trypanosomen. Die geißeltragenden Parasiten werden durch den Stich der Tsetse-Fliege, Raubwanzen oder Sandfliegen übertragen und verursachen unter anderem die Chagas-Krankheit, die Afrikanische Schlafkrankheit oder Leishmaniose, an der geschätzte 18 Millionen Menschen weltweit leiden. Vorhandene Medikamente haben starke Nebenwirkungen und können die Parasiten nicht vollständig vernichten.

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Weitere Studien sind notwendig, um Medikamente zu entwickeln

“Wir suchen daher einen Wirkstoff, der den Parasiten durch die Interaktion mit seinem Stoffwechsel ausschaltet“, erklärt Ralf Erdmann. Um auf dieser Basis wirksame und sichere Medikamente entwickeln zu können, sind weitere Studien erforderlich.

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