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Feuerwehrgewerkschaft fordert eine vierte Wache in Bochum

Das Haus im Hörsterholz ist nun unbewohnbar. Foto:Gero Helm

Das Haus im Hörsterholz ist nun unbewohnbar. Foto:Gero Helm

Foto: FUNKE Foto Services

Bochum.   Nach einem Brand in Oberdahlhausen appelliert die Feuerwehr-Gewerkschaft an OB Eiskirch, eine vierte Feuerwache in der Stadt zu bauen.

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Nach einem schweren Brand am Freitagmorgen in einem Wohnhaus am Hörsterholz in Dahlhausen hat die Deutsche Feuerwehrgewerkschaft (DFeuG) an Oberbürgermeister Thomas Eiskirch appelliert, aktuelle Pläne für eine weitere, vierte Berufsfeuerwache zu unterstützen. Sie soll in Linden stehen. Grund: Die Anfahrten zum Einsatzort dauern manchmal zu lange.

„In anderen Stadtteilen sieht es nicht besser aus“

So auch am vorigen Freitag. Der Alarm ging um 9.54 Uhr ein. Wie Berufsfeuerwehrmann Udo Lipp von der DFeuG sagt, hätte der Löschzug von der Wache 1 (Wattenscheid) zwölf Minuten zum Brandort gebraucht. Vorgeschrieben sind aber höchstens 9,5. Auch bei einem weiteren schweren Brand in Linden (Dachstuhlbrand im Februar Hattinger Straße/ Ecke Keilstraße) sei die Feuerwehr zu spät eingetroffen, erst nach 14 Minuten, so Lipp. „In anderen Stadtteilen, beispielsweise im Bochumer Norden oder in Stiepel, sieht es nicht besser aus.“

Und weiter: „Vielleicht sollten wir uns alle ehrlich und selbstkritisch eingestehen, dass das Konzept, fünf Feuerwachen auf drei zu reduzieren, sich in Bezug auf das Selbstverständnis der Berufsfeuerwehr – retten, bergen, löschen, schützen – sich als nicht effizient erweist.“ In den 90er Jahren war die Anzahl der Wachen reduziert worden.

Seit Montag ist auch die Brandursache für das Feuer am Freitag bekannt: mit hoher Wahrscheinlichkeit ein technischer Defekt, teilte die Polizei auf Anfrage mit.

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