Feuerwehr

Feuerwehr in Altenbochum hat endlich eine neue Heimat

Mit Blaulicht und Tatütata fuhren Abordnungen aller Freiwilligen Feuerwehren Bochums an der Feldmark vor, um mit den Kameraden des Löschzugs Altenbochum den Einzug in das neue Gerätehaus zu feiern.

Mit Blaulicht und Tatütata fuhren Abordnungen aller Freiwilligen Feuerwehren Bochums an der Feldmark vor, um mit den Kameraden des Löschzugs Altenbochum den Einzug in das neue Gerätehaus zu feiern.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Altenbochum.   15 Jahre hat die Löscheinheit Altenbochum auf ein neues Gerätehaus gewartet. Der moderne Bau an der Feldmark ist stadtweit einzigartig.

So viel Blaulicht und Tatütata hat Altenbochum wohl noch nie erlebt: In Kolonne fahren am frühen Freitagabend Löschfahrzeuge aller Freiwilligen Feuerwehren Bochums die Feldmark an. Ihr Ziel: Das neue Gerätehaus der Löscheinheit Altenbochum, das an diesem Abend offiziell eingeweiht wird. Nun ist es soweit. Endlich.

15 Jahre mussten die Blauröcke auf diesen Moment warten. Vorbei die Zeit der Trennung: Die Löscheinheit untergebracht im völlig maroden früheren Schulgebäude an der Alten Wittener Straße in Laer, die Jugend am Pappelbusch in Altenbochum. An der Feldmark kommt jetzt zusammen, was zusammengehört.

600 Quadratmeter groß und top-modern

Alle sind glücklich. Und Simon Heußen gleich doppelt – als Chef der Feuerwehr Bochum und als Mitglied der Altenbochum Löscheinheit. „Ich habe meinen Spind schon eingeräumt.“ Eingezogen ist die Freiwillige Feuerwehr nämlich schon am vergangenen Samstag. Uniformen, Funkgeräte, Ausrüstung – das alles wurde schon eingeräumt.

Löschzugführer Jörg Börling ist froh, für sich und seine Truppe (26 Feuerwehrleute, zwölf Jugendliche) endlich mehr Platz zu haben. „Das neue Gerätehaus ist „supertoll, ja sogar richtig geil“. 600 Quadratmeter groß ist der moderne Bau, den Dezernent Sebastian Kopietz in die Kategorie „Industrial Chic“ einordnet. Die Architektur ist in der Tat einzigartig in Bochum, was an der „einmaligen Konstellation liegt, diese Liegenschaft zusammen mit den Technischen Betrieben zu entwickeln“, so Kopietz. Nebenan wird das Krematorium noch weiter umgebaut, um dort ab Herbst die über die Stadt verteilten rund 130 Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung zu beherbergen.

Die Kosten sind im Laufe der Jahre immer wieder gestiegen

Die Kosten für den Doppelschlag sind im Laufe der Jahre deutlich gestiegen. 2013 waren es noch 4,5 Millionen Euro, zwei Jahre später schon 6,12. Ende 2017 war man bei 8 Millionen Euro angelangt. „Nach der letzten Budget-Erhöhung sind es 9,47 Millionen Euro“, sagt Michael Graetsch von den Zentralen Diensten. „Den Rahmen werden wir aber einhalten.

„Ein Kraftakt, der sich lohnt“

Für Sebastian Kopietz dennoch gut angelegtes Geld. „Das ist ein Kraftakt, aber er lohnt sich. Wir halten weiterhin den Kurs, in die Strukturen der Freiwilligen Feuerwehren zu investieren“, sagt er und zählt auf: „Drei Bauprojekte sind oder werden in Kürze realisiert. Die Einheit in Günnigfeld ist bereits eingezogen, die Altenbochumer jetzt auch. Und ich bin optimistisch, dass wir noch in diesem Jahr auch in Nord feiern werden.“ Bleiben noch Linden und Heide, die in Planung sind.

Jörg Börling findet die Strategie der Stadt genau richtig. „Dadurch sind bald alle auf Augenhöhe.“ Auch die Ausrüstung sei ja schon optimiert worden. „Da macht die Arbeit viel mehr Spaß. und es ist wichtig für die Einsätze.“ Das erste Ausrücken vom neuen Standort Feldmark steht noch aus. Aber eines ist sicher: Die Löscheinheit ist besser vorbereitet denn je!

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