Feuerwehreinsatz

Brand in Langendreer ist seit dem frühen Abend gelöscht

Seit 4 Uhr war die Feuerwehr in Langendreer im Einsatz. 2000 Kubikmeter Grünabfall brannten auf einer Kompostieranlage im Bereich Hauptstraße/ Auf dem Jäger.

Seit 4 Uhr war die Feuerwehr in Langendreer im Einsatz. 2000 Kubikmeter Grünabfall brannten auf einer Kompostieranlage im Bereich Hauptstraße/ Auf dem Jäger.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Bochum.  Auf einer Kompostieranlage in Bochum-Langendreer brannten Grünabfälle. Die Feuerwehr warnte vor einer Rauchwolke, die bis nach Oberhausen zieht.

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Die Feuerwehr Bochum hat am Freitag seit 4 Uhr gegen ein Feuer auf einer städtischen Kompostieranlage in Langendreer gekämpft. Dort brannte geschredderter Grünabfall. Von den 6000 Kubikmetern, die dort gelagert sind, sei rund ein Drittel in Brand geraten, berichtet die Feuerwehr.

Das Feuer war gegen 9 Uhr unter Kontrolle; um 16.30 Uhr waren die letzten Glutnester gelöscht. Menschen waren nicht in Gefahr, heißt es. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den frühen Abend hinein.

Rund 120 Kräfte auch der Freiwilligen Feuerwehr waren im Einsatz. Sie nutzten zum Löschen Wasserwerfer, Strahlrohre und auch eine Drehleiter. Die Hauptstraße blieb wegen der Löscharbeiten zwischen Baroper Straße und Langendreerstraße sowie einem Teil der Stiftsstraße gesperrt. Um 18 Uhr konnte die Straße wieder freigegeben werden.

Rauch zieht über Dahlhausen nach Essen

Der Brandrauch zog ab dem frühen Morgen in westliche Richtung, von Langendreer aus Richtung Stiepel, Linden, Dahlhausen über Essen und Mülheim bis nach Oberhausen. Über die Warn-App Nina war für die betroffenen Städte auch ein Hinweis an die Bevölkerung gegangen.

Am Morgen hatte die Feuerwehr erklärt: „Schließen Sie Fenster und Türen. Schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlage ab.“ Am Mittag hieß es dann: „Die Rauchentwicklung hat inzwischen deutlich nachgelassen, dennoch steigt immer noch Rauch von der Einsatzstelle auf, so dass es auch in den kommenden Stunden weiterhin zu Geruchsbelästigungen kommen kann.“

Anwohner sollen Fenster schließen

Im Laufe des Tages kamen auch mehrere Radlader und Bagger des Technischen Hilfswerks und der Stadt auf der Anlage zum Einsatz. Die Maschinen halfen, eine Schneise in den gelagerten Grünabfall zu ziehen, damit sich das Feuer nicht erneut ausbreitete.

„Die hohen Temperaturen und die Sonne stellen eine zusätzliche Belastung für die Einsatzkräften da“, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Für alle stünden jederzeit ausreichend Getränke und auch Sonnencreme sowie Sonnenschutzzelte bereit. Die Feuerwehr Herne unterstützte den Einsatz mit einer mobilen Tankstelle, die die Löschfahrzeug und Radlader mit Kraftstoff versorgte.

Kripo versucht, die Brandursache zu klären

Die Kripo war bereits an der Einsatzstelle, um die Brandursache zu klären. Das ist allerdings schwer, denn durch das Auseinanderziehen der Brandmasse durch die Radlader und Bagger wurden potenzielle Spuren zerstört. Deshalb ist noch völlig unklar, ob eine fahrlässige Brandstiftung (Zigarette weggeworfen) oder eine vorsätzliche vorliegt oder ob eine biologische Selbstentzündung stattgefunden hat, wie ein Polizeisprecher sagte..

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