Festmarkt

FDP will Bochumer Weihnachtsmarkt bis 6. Januar verlängern

Der Bochumer Weihnachtsmarkt soll bis 6. Januar verlängert werden, fordert die FDP.

Der Bochumer Weihnachtsmarkt soll bis 6. Januar verlängert werden, fordert die FDP.

Foto: Gero Helm

Bochum.   Der Bochumer Weihnachtsmarkt soll künftig bis zum 6. Januar dauern. Das regt die FDP an. BO-Marketing will es beim 23. Dezember belassen.

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Der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt soll auch in diesem Jahr zu Heiligabend enden. Das bekräftigt die Bochum Marketing GmbH und lehnt einen Vorstoß der FDP ab.

In einer Pressemitteilung macht sich der FDP-Kreisverband dafür stark, den Festmarkt zu verlängern: nicht nur bis zum 30. Dezember, wie es u.a. Dortmund, Düsseldorf und Duisburg in diesem Advent praktiziert haben, sondern bis zum Erscheinungsfest am 6. Januar.

„Innenstadt präsentiert sich öde und leer“

„Das Freizeit- und Einkaufsverhalten hat sich deutlich sichtbar geändert“, erklärt der stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Felix Haltt. Erst nach den Festtagen hätten die meisten Familien Ferien und den nötigen Freiraum, noch einen gemütlichen Bummel zu machen. „Doch die Innenstadt präsentiert sich dann öde und leer“, so Haltt.

Die Liberalen könnten sich daher „vorstellen, dass Bochum dem Beispiel anderer Städte folgt, den Weihnachtsmarkt bis Dreikönig verlängert“ und mit einem „Wintermarkt“ auch zusätzliche Impulse für den Handel setzt.

Kunstgewerbler machen Reiz aus

„Das Thema ist alt – und unsere Meinung dazu als Veranstalter unverändert“, entgegnet BO-Marketing-Prokurist Thomas Weckermann auf WAZ-Anfrage. Zwar würden sowohl im Handel als auch in der Gastronomie immer wieder Stimmen laut, den Budenzauber bis zum Jahresende auszuweiten.

„Das Problem dabei sind aber die Kunstgewerbler“, so Weckermann. Nach den Feiertagen gäbe es hier kaum noch Umsätze. „Bei einer Verlängerung über den 23. Dezember hinaus, erst recht bis 6. Januar, würden viele Schausteller nicht mehr zu uns kommen. Dabei machen sie den Reiz des Marktes und dessen große Beliebtheit aus.“

Ruf nicht aufs Spiel setzen

BO-Marketing werde diesen Ruf keinesfalls aufs Spiel setzen. Hinzu kämen logistische Schwierigkeiten. Würde man das Kunsthandwerk bei einer Verlängerung aussparen, müssten Hütten versetzt und an einem Standort (das wäre wohl der Dr.-Ruer-Platz) konzentriert werden – „während der Feiertage. Das wäre schon gesetzlich nicht erlaubt“.

Die FDP hält zumindest an einem Testlauf fest: „Wir sind dafür, 2018 einfach mal einen länger geöffneten Weihnachtsmarkt auszuprobieren.“

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