Projekt

Ex-Profi Metzelder besucht Jugendliche in Dahlhausen

Geschmacksprobe mit dem ehemaligen Bundesligaprofi Christoph Meltzelder, Canet (20) und Büsra (r., 19 Jahre).

Foto: Walter Fischer

Geschmacksprobe mit dem ehemaligen Bundesligaprofi Christoph Meltzelder, Canet (20) und Büsra (r., 19 Jahre). Foto: Walter Fischer

Bochum.  Der ehemalige Fußballprofi Christoph Metzelder finanziert mit seiner Stiftung Projekte zur Förderung von Kindern. Auch in Dahlhausen.

Im Kinder- und Jugendfreizeithaus der Ifak in Dahlhausen geht es heiß her: Auf zwei Etagen dampfen Suppen in den Töpfen, das Fett brutzelt und im Backofen warten deftige Pideschiffchen. Zwei Teams von Kindern und Jugendlichen tragen ein Kochduell aus und strengen sich für ihren Gast Christoph Metzelder, den ehemaligen Fußballprofi bei Real Madrid, Borussia Dortmund und Schalke 04, besonders an. Seine Stiftung finanziert das Projekt „Fit für die Zukunft“. Es ermöglicht gemeinsames Essen und bietet Hilfestellung bei der beruflichen Zukunft. Gemeinsam werden Bewerbungen geschrieben oder ein Ausbildungsplatz gesucht.

Im Januar 2015 startete das Projekt im Bochumer Südwesten. „Das Angebot wird gut angenommen. Die Einrichtung ist immer voll, wenn Christoph da ist“, sagt Einrichtungsleiterin Ayse Ertürk. Sechs Kinder aus Dahlhausen sind zu einer Ferienfreizeit mitgefahren, die von der Christoph-Metzelder-Stiftung organisiert wurde. Und einmal im Jahr kommt „Metze“ zu Besuch. Dann wollen alle mit ihm Fifa auf der Playstation, Fußball oder Tischtennis spielen. „Das Zusammentreffen wird von beiden Seiten wertgeschätzt“, sagt Ertürk.

Die Einrichtung spielt bei dem Projekt eine entscheidende Rolle und ist im Stadtteil verankert. „Ich bin dreimal die Woche hier. Seit ich fünf bin komme ich regelmäßig, ich bin hier quasi aufgewachsen“, sagt die 19-jährige Büsra, während sie den stangenförmigen Sigara Börek in der Pfanne wendet.

Soziales Engagement

Währenddessen spielt Christoph Metzelder gegen zwei Mädchen am Kicker-Tisch und führt fachmännische Gespräche über Kreisligafußball mit den Zuschauern. „Ich bin mit drei Brüdern in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen. Da ging es immer um soziales Engagement“, sagt der ehemalige Fußballprofi. 2006 gründete er die Christoph-Metzelder-Stiftung, die soziale Projekte fördert. Im Fokus stehen Themen wie Bildung, Ausbildung, Integration und die Bekämpfung der Kinderarmut. „Ich führe ein privilegiertes Leben, deswegen will ich anderen helfen. Man muss es nicht größer machen, als es ist“, sagt er.

Das persönliche Erscheinen ist ihm wichtig. „Die Jüngeren kennen mich teilweise gar nicht. Aber ich habe einen Joker: Ich sage, ich habe mit Christiano Ronaldo zusammen gespielt, dann ist das Eis schnell gebrochen.“ Metzelder bleibt stets bescheiden. Ein ganz normaler Mensch sei er. „Ich bin nur ein Teil des Projektes und möchte den Jugendlichen zeigen, dass sie nicht alleine sind.“

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