Springorumtrasse

Endlich rollen die Räder

Der Regionalverband Ruhr hat den ersten Abschnitt der Springorumtrasse für Fahrräder freigegeben. Die Strecke verläuft von der Goerdtstraße bis zur Wiemelhauser Straße.

Der Regionalverband Ruhr hat den ersten Abschnitt der Springorumtrasse für Fahrräder freigegeben. Die Strecke verläuft von der Goerdtstraße bis zur Wiemelhauser Straße.

Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

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Bochum.Als Schönwetterfahrerin bezeichnet sie sich, jedenfalls unter „normalen Umständen“. Doch heute ist ein besonderer Tag, gilt es doch den ersten Teil des Springorum-Radweges zu eröffnen. 2,3 Kilometer sauber asphaltiert und dank 32 neu aufgestellter Straßenlaternen auch im Dunkeln bestens beleuchtet.

Bürgermeisterin Erika Stahl setzt ihre orangefarbene Ski-Brille auf. „Die eignet sich bestens bei dem Wetter“, erklärt sie und radelt samt zweckentfremdeter Schutzbrille los: von der Goerdtstraße bis zur Wiemelhauser Straße.

Alte Bahntrasse als neuer Radweg geplant

In vier Abschnitte wird der Regionalverband Ruhr (RVR) die alte Bahntrasse zu einem neun Kilometer langen Radweg umbauen. In Anlehnung an das einstige Schienennetz wird bei der Eröffnungsfeier auf das sonst so obligatorisches Flatterband, das es stets zu zerschneiden gilt, verzichtet. „Wir fanden es einfach origineller, einen Schlagbaum als Symbol für die ehemaligen Eisenbahnschranken zu verwenden“, erklärt Heinrich Jolk vom RVR. Frei nach dem Motto „Die Räder rollen wieder“ gehen schließlich die Schranken hoch. „Nicht wie damals für Loks, sondern halt für Räder.“

So wird die Nord-Süd-Route in Zukunft von der City über Weitmar bis nach Dahlhausen eine wichtige Lücke im radtouristischen Netz der Metropole Ruhr schließen. Vor allem die Schüler des Neuen Gymnasiums und der Hans-Böckler-Realschule sollen auf die neue Strecke gelockt werden.

Vollständige Fertigstellung 2015

Der Baubeginn des zweiten Abschnittes, dessen Verlauf vom Waldring bis zur Franziskusstraße geplant ist, startet im März 2013. Der komplette Radweg wird wohl 2015 fertig sein – wenn alles glatt läuft. Doch darum macht sich hier niemand sorgen. Die Baukosten lagen bislang bei 1,7 Millionen Euro. „Besonders kostspielig war die Sanierung der Brücke“, so Barbara Klask, Pressesprecherin des RVR . „Zu 75 Prozent aus Mitteln des kommunalen Radwegbaus NRW gefördert, der Rest stammt aus Eigenmittel des RVR.“

Dass die Route genutzt wird, bezweifelt bei aller Euphorie über den gelungenen ersten Abschnitt niemand. Tatsächlich radelt eine Minute vor der Eröffnung Hobby-Sportler Helmut Lingemann mit seinen Enkeln Jonas und Simon den nigelnagelneuen Weg entlang. Die drei sind begeistert: Wir wollen zur Ruhr und sind durch Zufall hierher gefahren: „Fährt sich prima“, freuen sich die Männer und passieren die eben eröffnete Schranke.

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