WAZ öffnet Pforten

Elf WAZ-Leser erleben den VfL Bochum hautnah

TOOOOR! Die WAZ öffnete die Pforten des Rewirpower-Stadions. Auf der Trainerbank übten sich die Leserinnen und Leser im Probejubeln.

TOOOOR! Die WAZ öffnete die Pforten des Rewirpower-Stadions. Auf der Trainerbank übten sich die Leserinnen und Leser im Probejubeln.

Foto: Haenisch / Funke Foto Services

Bochum.  Die WAZ öffnete im Rahmen ihrer Sommerserie die Pforten des rewirpower-Stadions. Elf Leser lernten ihren Lieblingsverein hautnah kennen.

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„Die ist ja beheizt!“ Als Ur-VfLer glaubte Friedrich Kranz, das Schmuckkästchen „anne Castroper“ wie seine Westentasche zu kennen. Das exklusive Probesitzen auf der Trainerbank belehrte ihn eines Besseren: Die Sitzreihe ist mit einer Heizung ausgestattet. „Damit ja kein Spieler und Trainer ‘nen kalten Hintern kriegt“, ulkte der 66-Jährige in dieser Woche beim Fantreffen der WAZ.

Für elf Leser öffnete der Zweitligist die Pforten des Rewirpower-Stadions. Für die VfL-Anhänger eine bleibende Erinnerung. Nie zuvor waren sie ihrem Team so nahe, erhielten derartige Einblicke ins Innenleben ihres Lieblingsvereins.

Alter Stürmer, neuer Rasen

Die Führung unter kundig-sympathischer Leitung des VfL-Pressesprechers Jens Fricke beginnt dort, wo es wichtig ist: auffem Platz. Genauer: auf dem Trainingsplatz. Zwar lässt Gertjan Verbeek nach dem abendlichen Testspiel in Oberhausen Milde walten. Wie hart der Cheftrainer seine Truppe zuvor in der Vorbereitung rangenommen hat, erkennt WAZ-Leser Michael Djurkic aber derzeit im Hausflur. In der Wohnung über ihm lebt Marco Terrazzino. „Der kommt seit Tagen kaum noch die Treppe hoch.“

Treppensteigen heißt es anschließend auch für die WAZ-Gruppe. Die Blau-Weißen, manche im VfL-Trikot, besichtigen die VIP-Räume für die wahrhaft wichtigen Menschen der Stadt (für die Fußball mitunter das Unwichtigste am Stadionbesuch ist), erfahren, dass der Verein 40 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt, inspizieren das neue Mediencenter (am Platz des alten entsteht ein Fitnesszentrum für die Profis), hören erfreut, dass es alsbald endlich einen zentral gelegenen Fanshop geben soll (vermutlich im Ruhr-Park), treffen im Stollengang den einstigen Mittelstürmer und heutigen VfL-Scout Uwe „Eppi“ Leifeld (der nochmals betont, dass sein Tor beim Pokalfinale 1988 in Berlin selbstverständlich kein abseits war), schreiten über den dichtgrünen Rasenteppich (weite Teile wurden nach dem Grönemeyer-Open-Air erneuert) und simulieren für den Fotografen auf der Trainerbank den Torjubel.

Das Beste kommt zum Schluss. Jens Fricke ist es gelungen, Gertjan Verbeek, Torjäger Simon Terodde und Neuzugang Janik Haberer als Gesprächspartner zu gewinnen. 30 Minuten vor dem Mannschafts-Mittagessen stellt sich das Trio den Fragen der WAZ-Leser. Die lassen sich nicht lange bitten – wobei der gewohnt knorrige Gertjan Verbeek drei Antworten schuldig bleibt. Die Frage nach dem Saisonziel komme zu früh: „Wir haben noch zu wenig Stürmer. Ein Ziel kann ich erst setzen, wenn ich weiß, wer bleibt und wer noch kommt.“ Ob er damit den Abgang von Michael Gregoritsch andeute? „Jeder hat seinen Preis. Wenn der bezahlt wird, muss er gehen.“ Und wer wird die Nummer 1 im Tor, Andi Luthe oder Neuverpflichtung Manuel Riemann? „Sag ich nicht. Die Spieler sollen es nicht aus der Zeitung erfahren.“

Eines immerhin kann Verbeek der WAZ-Elf versichern: Solange er Trainer in Bochum ist, bleibe die Heizung auf seinem Sitz auf der Trainerbank aus. Erwärmen sollen ihn allein die Leistungen der Spieler. Möglichst schon am Freitagabend gegen (O-Ton Fricke) Lüdenscheid-Nord.

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