Stadtgestaltung

Ehemaliger Flüchtlingsstandort wird neue Spielstätte

Die Fläche am Kuhlenkamp, wo bis 2018 Flüchtlingscontainer standen, soll für ein Kleinspielfeld neu genutzt werden.

Die Fläche am Kuhlenkamp, wo bis 2018 Flüchtlingscontainer standen, soll für ein Kleinspielfeld neu genutzt werden.

Foto: Ingo Otto

Weitmar.   Das Containerdorf Am Kuhlenkamp soll zum Kleinspielfeld werden. Die Stadt gibt für das neue Projekt an drei Standorten jährlich 100.000 Euro.

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Um den Platz Am Kuhlenkamp gab es vor drei Jahren noch Ärger. Anwohner mochten sich mit den Plänen der Verwaltung, dort Container für Flüchtlinge aufzustellen, zunächst nicht anfreunden und gründeten eine Bürgerinitiative. Hinzu kam, dass die Jugendlichen wegen des Containerdorfes ihren Bolzplatz nicht mehr nutzen konnten. Doch die Wogen glätteten sich. Im vergangenen Jahr löste die Stadt den Flüchtlingsstandort auf. Nun soll dort ein Kleinspielfeld entstehen.

Nachdem die Flüchtlinge vor drei Jahren auf andere Standorte verteilt worden waren, begannen die Überlegungen, wie die Fläche künftig genutzt werden könnte. Es gab eine Bürgerversammlung. Auf der schlugen Anwohner unter anderem vor, eine Spielwiese anzulegen. Die neuen Nachbarn aus dem Bereich des Mark’schen-Bogens an der Holtbrügge regten einen Treff für junge Familien, vor allem mit Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren an, mit Boccia-Bahn, Tischtennisplatten und Bänken.

Kleinspielfeld wird überdacht

Die Idee zur Errichtung von Kleinspielfeldern geht zurück auf ein Investitionsprogramm der Stadt in Höhe von jährlich 100.000 Euro, wonach in der Nähe von Jugendeinrichtungen solche Anlagen angesiedelt werden sollen.

Das erste wurde im vergangenen Jahr am Jugendfreizeithaus Bußmannsweg in Wattenscheid realisiert, das zweite ist vorgesehen im künftigen Riemker Freizeitpark „Vom Hausacker zum Urban Green“ angrenzend zum dortigen Jugendfreizeithaus. Das besondere dort wird sein, dass das Kleinspielfeld überdacht wird.

„Das ist ganz auf der Linie der Ergebnisse der Bürgerversammlung“

Die jetzige Brachfläche am Kuhlenkamp bietet als Vorteil die Nähe zum Freizeithaus Neuhofstraße. Der Bezirk Südwest begrüßte in seiner letzten Sitzung die Pläne. Bezirksbürgermeister Marc Gräf: „Das ist ganz auf der Linie der Ergebnisse der Bürgerversammlung.“ Die Entscheidung wird der Sportausschuss am Freitag (5.) fällen. Diese multifunktionalen Spielfelder können für Sport genutzt werden, aber auch von Vereinen, die Angebote machen.

Geplant ist auch, die Fläche am ehemaligen Sportplatz zur Entwässerung zu nutzen. Das Konzept des Tiefbauamtes bezieht den Siepen am Kuhlenkamp mit ein. Dazu soll die Geländemulde als Reserve bei Starkregen dienen.

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