Lutherkirche

Ehemalige Bochumer Lutherkirche wird zur Theater-Spielstätte

Die Theatergruppe „Bolawe“ führt in der ehemaligen Lutherkirche die Komödie „Geplagte Geister“

Die Theatergruppe „Bolawe“ führt in der ehemaligen Lutherkirche die Komödie „Geplagte Geister“

Bochum-Langendreer.   Die Theatergruppe „Bolawe“ führt in der Langendreerer Kirche eine Komödie auf. Der Verein Luther-LAB bietet dort Projekte für den Stadtteil an.

Der Verein Luther-LAB hat in der kurzen Zeit seiner Nutzung der Lutherkirche Beachtliches auf die Beine gestellt. Seit vergangenem Herbst ist in dem 2012 entwidmetem Gotteshaus viel geschehen. Die Mitglieder, eine kleine Gruppe von Bürgern aus Langendreer, haben binnen kurzem das lange leerstehende Gebäude zu neuem Leben erweckt.

Auch die weiteren Projekte, ob kulturell, handwerklich oder technisch, lassen die Hoffnung auf einen lebhaften neuen Treff im Stadtteil wachsen. Die NRW-Stiftung Heimat- und Kulturpflege war von der Arbeit des Vereins so angetan, dass sie das bürgerschaftliche Engagement mit über 7000 Euro jetzt förderte.

Theatergruppe inszeniert ein Stück in der Kirche

Die junge, neunköpfige Theatergruppe „Bolawe“ inszeniert in der Kirche ihre Geisterkomödie bei freiem Eintritt gleich an zwei Tagen: am 4. und 5. Mai jeweils ab 19 Uhr. „Unser Regisseur Sebastian Land hat die Kirche entdeckt. Wir begannen als kleiner Kreis, der rasch heranwuchs“, erklärt Ensemble-Mitglied Claudia Pott. Benannt hat sich die Truppe dann auch nach der Spielstätte: Bolawe – Bochum-Langendreer-West.

„Schon 2017 dachte ich: Mann, wäre das cool, hier zu spielen. Als ich 2018 dann davon gehört habe, dass sich hier ein Verein gegründet hat, habe ich die Chance ergriffen“, schwärmt Sebastian Land. Das Ensemble hat sich vor einem halben Jahr gegründet. Nach langwieriger Suche fand sich auch ein Theaterstück: „Geplagte Geister“.

Kirche wird zum Schauplatz für noble Villa

Die Kirche ist für die Künstler der perfekte Schauplatz für das Stück, das in einer noblen Villa aus dem Jahr 1905 spielt. Besonders und beeindruckend ist die Kulisse allemal, doch sie stellt die Schauspieler auch vor Herausforderungen: „Es ist sehr dunkel und hallt enorm“, sagt Lisa Krischker.

Die Schauspieler müssten sehr laut und nach vorne sprechen, damit man sie verstehe. Und auch die Temperaturen haben es ihnen während der vergangenen Wochenendproben zu schaffen gemacht – während draußen 20 Grad für Frühlingsgefühle sorgten, mussten sich die Schauspieler in der Kirche in Decken einmummeln. „Schön wäre es, wenn wir in der ehemaligen Kirche regelmäßig spielen könnten“, betont Claudia Pott.

Leckere Brotaufstriche werden hergestellt

Darüber hinaus bietet Luther-LAB regelmäßige Treffs: Auch im Mai (2., ab 19 Uhr) heißt es wieder: „Die Aufstreicher laden zur Stulle.“ Jeden Donnerstag treffen sich Langendreerer, um in netter Runde leckere Aufstriche herzustellen und Brot zu backen. Die offene Werkstatt lädt am 10. Mai zum handwerklichem Selbermachen (ab 18 Uhr). Genäht wird samstags einmal im Monat ab 10 Uhr.

Dazu gibt das offene Plenum, in dem jeder Ideen einbringen kann. Es wird mit Initiativen eine Ausstellung vorbereitet, und zweimal im Monat kommen Nachbarn mittwochabends zusammen, um gemeinsam zu kochen und zu schmausen.

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