Kino Endstation

Dokumentarfilm zeigt, wie Auswanderung Hoffnungen weckt

Die Skyline von New York war für viele Auswanderer das Versprechen auf eine bessere Zukunft (Filmszene).

Die Skyline von New York war für viele Auswanderer das Versprechen auf eine bessere Zukunft (Filmszene).

Foto: Interkultur Ruhr

Bochum.  „So leben wir – Botschaften an die Familien“ zeichnet Migrationsbewegungen des 20. Jahrhunderts nach. Filmgespräch mit Flüchtlingen in Bochum.

Das Netzwerk „Interkultur Ruhr“ – getragen vom Regionalverband Ruhr (RVR) und dem NRW-Kulturministerium – arbeitet am Aufbau eines regionalen Familienfilm-Archivs, Thema ist „Leben und Ankommen im Ruhrgebiet“. Das Kino Endstation in Langendreer spielt dabei eine wichtige Rolle.

Von Boston nach Italien

Dort steht am Dienstag (23.) um 20 Uhr ein besonderer Filmabend auf dem Programm. Gezeigt wird „So leben wir – Botschaften an die Familien“ des österreichischen Filmemachers Gustav Deutsch, der Streifen zeichnet Migrationsbewegungen des 20. Jahrhunderts als Familienfilm nach. Entlang von Amateuraufnahmen aus Archiven in Österreich, Italien, Holland und England entstand eine filmische Wanderung: von Boston nach Italien, von Maryland nach Griechenland, zwischen Wien, Sydney und der Schweiz.

Überbrücken von Distanzen

Die Familienaufnahmen, die den Film strukturieren, sind Postkarten in Bewegung, die von Menschen auf unterschiedlichsten Lebenswegen des 20. Jahrhunderts erzählen. Aber auch das Medium Film selbst als Werkzeug des Alltags ist Thema: dessen Funktion des Überbrückens von Distanzen, wodurch eine zuschauende, cineastische „Family of Man“ möglich wird.

Diskussion mit dem Regisseur

Regisseur Gustav Deutsch wird am Dienstagabend in Langendreer zu Gast sein und seine Arbeit als Filmemacher erläutern. Im Anschluss an die Vorstellung findet mit dem „Endstation-Club“, der mit Geflüchteten zusammenarbeitet, eine Diskussion mit dem Regisseur statt, die auch ins Arabische übersetzt wird.

„Interkultur Ruhr“ arbeitet und forscht als mobile Organisation überall im Ruhrgebiet – zusammen mit Akteuren aus verschiedenen Bereichen, von Migranten-Selbstorganisationen und freien Initiativen über Kulturinstitutionen bis hin zu Vertretern der Kommunalpolitik. So wurde im September wieder die „Kulturkonferenz Ruhr“ im Landschaftspark Duisburg-Nord organisiert.

Interkultur Ruhr mit vielen Aktivitäten

Unter dem Motto „Kulturorte für eine Metropole der Vielfalt?“ ging es um die Zukunft kultureller Räume und Institutionen. Die Konferenz beschäftigte sich auch mit dem Selbstverständnis, den Aufgaben und den Entscheidungsstrukturen von Kultur-Akteuren in einer Zeit wachsender gesellschaftlicher und politischer Spannungen.

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