Katastrophenschutz

DLRG startet mit einem völlig neuen Alarmsystem

Torsten Kelle, Bezirksleiter der DLRG (r.), und Kai Krischnak von den Stadtwerken freuen sich über den erfolgreichen Betriebsstart des Alarmierungssystems „Divera 24/7“.

Torsten Kelle, Bezirksleiter der DLRG (r.), und Kai Krischnak von den Stadtwerken freuen sich über den erfolgreichen Betriebsstart des Alarmierungssystems „Divera 24/7“.

Foto: Dietmar Wäsche

Dahlhausen.   Die Lebensretter haben ein modernes Notfallsystem in Betrieb genommen. In der Dahlhauser Station Ruhrmühle stellten sie die smarte Lösung vor.

Im Notfall zählt jede Sekunde. Dabei kommt es nicht nur auf gut ausgebildete Rettungskräfte an. Die richtige Technik kann den Ablauf von Einsätzen deutlich verbessern. Das neue Alarmsystem Divera24/7 des Unternehmens „Fire & Rescue Instructions“ aus Wuppertal soll der Bochumer DLRG dabei helfen.

„Das neue System ist für uns ein Riesenschritt“, sagt DLRG-Bezirksleiter Torsten Kelle. Seit Ostern ist es nach einer Einrichtungszeit von rund sechs Monaten in allen vier Bochumer DLRG-Wachen verfügbar. „Der entscheidende Vorteil zu unserem alten System ist, dass wir nun schnell und zuverlässig wissen, wer bei einem Alarm wann kommt“, so Kelle. Bei dem Vorgängersystem, das auf SMS-Nachrichten basiert, sei das nicht immer klar gewesen. Nun sei eine Rückmeldung bei Alarm über eine App in Sekundenschnelle möglich.

Die Anschaffungskosten des Systems konnte der Verein nicht mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen decken. So bewarb sich der DLRG voriges Jahr auf ein Sponsoring durch die Stadtwerke Bochum. Mit Erfolg: Mit 8400 Euro haben die Stadtwerke das Modernisierungsprojekt der Lebensretter unterstützt. „Der DLRG hat sich im Rahmen des „Herzensprojekt“-Sponsorings in der Kategorie Soziales beworben und beim Voting den vierten Platz gemacht“, sagt der Pressesprecher der Stadtwerke Kai Krischnak, der bei der Präsentation des Systems dabei ist. Mit dieser Summe sind Anschaffung und laufende Kosten des Systems für die nächsten fünf Jahre gedeckt.

Nach einer fünfzehnminütigen Präsentation lässt Torsten Kelle einen Probealarm über das neue System laufen. Laute Warnsignale ertönen durch die Wache und die Smartphones der Vereinsmitglieder klingeln unisono.

Auf den Displays müssen die Alarmierten nun auswählen, ob sie einsatzbereit sind und wie viele Minuten sie brauchen, um zur Wache zu eilen. Sowohl auf dem Monitor in der Wache des Ortsvereins wie auch auf den Telefonen der Mitglieder erscheinen Informationen zur Art des Notfalls und auch zum Unfallort.

Koordination mit der Feuerwehr

Nach der Rückmeldung über die App werden die Daten zur Verfügbarkeit, Ankunftszeit und Qualifikation der Einsatzkräfte in einer Tabelle auf dem Hauptmonitor in der Wache der Ortsgruppe dargestellt. Die so gebündelte Information ermöglicht nun eine rasche Koordination und Rücksprache mit der Feuerwehr.

Die Vorteile des Systems sind schnell ersichtlich und können im Notfall Leben retten.

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