Stadtentwicklung

Die Zeit nach Opel hat endgültig begonnen

Gute Laune zur Eröffnung der Büroimmobilie Office 51/7 an der Alten Wittener Straße 50: OB Thomas Eiskirch (SPD), Jan-Hendrick Goldbeck, Ulrich Luh (Goldbeck- Niederlassungsleiter), Dirk Himmel (Goldbeck Projektentwicklung) und Franz-Josef Peveling, Geschäftsführer des Bauherren Harpen AG.

Gute Laune zur Eröffnung der Büroimmobilie Office 51/7 an der Alten Wittener Straße 50: OB Thomas Eiskirch (SPD), Jan-Hendrick Goldbeck, Ulrich Luh (Goldbeck- Niederlassungsleiter), Dirk Himmel (Goldbeck Projektentwicklung) und Franz-Josef Peveling, Geschäftsführer des Bauherren Harpen AG.

Foto: Thomas Gödde

Bochum.  Büroimmobilie „Office 51/7“ ist das erste fertiggestellte Gebäude auf dem Gewerbegebiet Mark 51/7 in Laer. Weitere Neubauten sollen folgen.

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Drei Jahre nach dem Ende der Autoproduktion bei Opel hat endgültig eine neue Ära begonnen. Einen Steinwurf von der früheren Lackiererei entfernt hat die Dortmunder Unternehmensgruppe Harpen am Freitag offiziell ihr Bürogebäude „Office 51/7“ eröffnet.

Es ist das erste Gebäude auf dem einstigen Gelände des Autobauers, der 50 Jahre lang den Puls des Stadtteils Laer vorgegeben und das Leben der Stadt mitgeprägt hat. Einen „ersten Meilenstein“ nennt Harpen-Geschäftsführer Franz-Josef Peveling das Gebäude mit seinen 3200 Quadratmetern Gesamtbürofläche.

Erwartungvoller Blick auf andere Straßenseite

Und dabei soll es nicht bleiben. Ein weiteres, etwas kleineres Gebäude soll hinter dem Office errichten werden und so ein „kleines modernes Forum“ entstehen. Auch auf der anderen Straßenseite, wo das 70 ha große Areal des eigentlichen Werksgeländes liegt, haben die Dortmunder offenbar große Ambitionen. „Wir sehen weiteren Projekten an diesem Standort engagiert entgegen“, so Peveling.

Nicht nur der Bauherr, auch die ausführende Firma und einer der drei Mieter im Haus, das Bauunternehmen Goldbeck, schielt mit mehr als einem Auge über die Wittener Straße hinweg zu dem Gelände, das Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) die „spannendste Gewerbefläche im Ruhrgebiet“ nennt. Dass dort der erste Bauabschnitt bereits vollständig verkauft ist, mache Mut, so Eiskirch. „Und im Moment kommen wir im zweiten Bauabschnitt eher in die Bredouille, dass wir die Flächen nicht so schnell aufbereiten können wie die Interessenten sie haben möchten.“

Mark 51/7 scheint ein Renner zu sein. Und aus Sicht des Oberbürgermeisters „ein Sinnbild für den Strukturwandel in der Region. Vor 50 Jahren gab es hier 300 000 Bergleute und keinen Studierenden. Ende des Jahres werden es fast 300 000 Studierende und kein Bergmann sein.“

Auch er kündigte einen weiteren Neubau auf der Ostseite der Wittener Straße an. Direkt neben dem Harpen-Office sei eine Fläche bereits vergeben. „Genaues kann ich noch nicht sagen.“ Mit Goldbeck und Harpen hätten sich zwei starke Unternehmen zusammengefunden, die von Anfang an das Potenzial der Fläche geglaubt haben. „Es sind zwei Unternehmen, die Teil der besonderen Entwicklung auf Mark 51/7 sein wollen und – da bin ich mir sicher, auch sein werden; sowohl diesseits als auch wahrscheinlich jenseits der Straße.“

Fläche soll Impulsgeber und Anker sein

Den beiden weiteren Mietern neben Goldbeck, Aveva und Eggheads, sagen alle Beteiligten nach, die richtigen Firmen am richtigen Ort zu sein. Auch sie stünden für den Anspruch und die Ausstrahlungsfunktion des Geländes, das im Bereich Forschung und Entwicklung Impulsgeber und Anker sein soll. Indes: Wenn es einen Wermutstropfen gibt, dann ist es die Tatsache, dass alle drei Mieter nur innerhalb Bochum umziehen und damit nicht wirklich neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

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