Wohnungsbau

Die Neubaupläne auf der Brachfläche werfen viele Fragen auf

Auf der Brachfläche am ehemaligen Standort der Erich-Kästner-Gesamtschule soll ein neues Wohnquartier entstehen. In welcher Form genau, steht noch nicht fest.

Auf der Brachfläche am ehemaligen Standort der Erich-Kästner-Gesamtschule soll ein neues Wohnquartier entstehen. In welcher Form genau, steht noch nicht fest.

Foto: Dietmar Wäsche

Querenburg.   Zur Entwicklung der Brachgeländes neben der Erich-Kästner-Schule gibt es noch immer wenig Konkretes. Eine Bürgerversammlung ist geplant.

Wenn die Stadt ihre Bürger vorab über ein geplantes Neubaugebiet informieren will, gibt es daran eigentlich nichts zu kritisieren. Im Fall der Brachfläche neben der Erich-Kästner-Gesamtschule (EKS), die bebaut werden soll, verhält es sich anders. In der Bezirksvertretung Süd wurde diskutiert, wie sinnvoll zum jetzigen Zeitpunkt eine Bürgerversammlung ist. Zumal hinter den Plänen noch viele Fragezeichen stehen.

Gesund wohnen und arbeiten

Die Stadt will am früheren Standort der EKS unter der Überschrift „Gesundes Wohnen und Arbeiten“ ein neues Stadtquartier entwickeln, das sich in den benachbarten Gesundheitscampus einfügt. Zur Stiepeler Straße hin gelegen sind derzeit vier größere Wohnblöcke mit vermutlich drei bis vier Geschossen in Form von offenen Kringeln angedacht. Dazu Gewerbe und ein großer Parkplatz zur Markstraße hin. Möglich sind ein Studentenwohnheim und eine Kita. In Verbindung zur Schule soll eine multifunktionale Fläche entstehen, die von der EKS, aber auch von den ansässigen Sportvereinen und der Uni genutzt werden soll. In welchem Ausmaß, wird aktuell u.a. mit der Schule diskutiert.

Wieviele Wohnungen in dem neuen Quartier entstehen, ist noch völlig offen. Bewusst verzichtet wird allerdings auf Einfamilienhäuser, da die Stadt ja das Ziel ihres Wohnbauflächenprogramms erreichen will – jährlich 800 neue Wohnungen. 2022 sollen die Planungen abgeschlossen sein und die Bauarbeiten beginnen.

Ideen der Anwohner gewünscht

Viel mehr kann Stadtplaner Klaus Kleine den Bezirksvertretern aktuell noch nicht berichten. Gerd Sauer, Sprecher der CDU-Fraktion, kritisiert, dass es im Grunde nichts Neues gibt, seit die Planung im Juni 2015 schon einmal dem Gremium vorgelegt wurde. „Wozu dann jetzt eine öffentliche Informationsveranstaltung? Die Bürger wollen Details und keinen drei Jahre alten Planentwurf.“ Das sieht auch Klaus Kämper von den Grünen so: „Das ist alles noch zu unkonkret und daher zu früh für eine Bürgerbeteiligung.“

Treffen in der EKS

Stadtplaner Kleine kann die Kritik nicht nachvollziehen. Aus seiner Sicht ergibt eine Bürgerbeteiligung zum jetzigen Zeitpunkt durchaus Sinn: „Wir wollen ja gerade auch Anregungen der Anwohner mit aufnehmen, die dann in die weiteren Planungen mit einfließen können.“ Und diese Gelegenheit wird die Verwaltung bekommen.

Ungeachtet der vorangegangenen Diskussion beschließt die Bezirksvertretung schließlich doch mit großer Mehrheit, am 7. Mai, einem Dienstag, eine Bürgerversammlung durchzuführen. Auf eigenen Wunsch allerdings nicht – wie vorgesehen – im Uni-Center, sondern direkt vor Ort in der Aula der Erich-Kästner-Gesamtschule. Beginn ist dann um 18 Uhr.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben