Im Quartier

Die Nachbarn räumen das Viertel im Westend kräftig auf

Die aktiven Helferinnen und Helfer treffen sich vor der Alten Post im Westend. Es ist viel zusammengekommen bei der Putzaktion. Foto:Dietmar Wäsche

Die aktiven Helferinnen und Helfer treffen sich vor der Alten Post im Westend. Es ist viel zusammengekommen bei der Putzaktion. Foto:Dietmar Wäsche

Goldhamme.   Viele Helferinnen starten zum Quartiersputz durch Goldhamme, Stahlhausen und Griesenbruch. Das Viertel zeigt die Erfolge des Stadtumbau-Projekts.

Eine große Gruppe von Frauen hat bereits gut gefüllte Müllsäcke mitgebracht zum Treffpunkt an der Alten Post an der Normannenstraße. Alles eingesammelt auf ihrem Weg entlang der Alleestraße nach ihrem Integrationskurs im Ifak-Zentrum Q7. „Das Westend putzt sich – wir legen gemeinsam Hand an“, heißt es hier, und nicht zum ersten Mal. Der große „Stadtputz“ am 6. April passt hier einfach nicht gut, denn „samstags sind die Kindergärten und Grundschulen zu, kein Betrieb“.

Auch die Quartiershausmeister sammeln Müll

Die zwei Quartiershausmeister Marc Schellewald und Stefan Nowak sammeln auf ihren Gängen durch das Viertel zwischen der Stadtautobahn, Kohlen- und Alleestraße sowieso immer wieder achtlos Weggeworfenes auf.

„30 bestimmt“, überschlägt Sherin Ibrahim vom Stadtteiltreff, sind diesmal auf Initiative des Ifak-Zentrums e57 an der Alleestraße gekommen. Mit dabei sind auch Linda Schlenstedt und Annika Lemke, die ganz praktisch an ihrem Ruhr-Uni-Programm arbeiten: „Wohnen und Leben in der Stadt“, in dem es so mittendrin um die alltäglichen Wege in diesem Viertel geht.

USB stellt Handschuhe und Greifzangen

Die Müllsäcke, Handschuhe und Greifer hat wieder der Umwelt-Service USB gestellt, und nach und nach wächst der Berg an der Straßenecke. Die Normannenstraße präsentiert sich ohnehin schon frisch herausgeputzt, die jüngsten Umbauten haben dem Straßenbild gut getan. Die in die Jahre gekommenen hölzernen Einfassungen der Baumscheiben und Parkbuchten sind verschwunden, die Pflanzinseln haben nun stabile Eisenrahmen, die Gehwege sind überholt und abgesenkt.

Eine Querstraße weiter haben die Stadtwerke mit der Verlegung neuer Versorgungsleitungen begonnen, über das Stadtumbauprogramm werden auch die Goldhammer Straße und die Cramerstraße noch neu gemacht. Die Gehwege werden einheitlich mit grauem Betonsteinpflaster gestaltet, die alten Bäume überwiegend durch kleine, schmalere ersetzt, es wird heller im Straßenbild, sicherer in den schmalen Bereichen. Verkehrsführung und Stellplatzanzahl bleiben gleich, nur durch die aktuellen Bauarbeiten kann es zu Behinderungen kommen.

Neues Leben in Ladenlokalen

Dorte Huneke-Nollmann vom Stadtumbaubüro hofft, dass es auch mit dem Wunsch der Vonovia als größtem Vermieter etwas wird, in den leerstehenden Ladenlokalen der gerade renovierten Häusern an der Alleestraße möglichst viele Kreativisten anzusiedeln.

Was hier in der „Problem-Immobilie“, der Alten Post, 2007 gestartet ist und viele Nachbarn zusammengezogen hat, soll vielfältig weitergehen. Das Viertel putzt sich.

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