WAZ-Familie

Die Kuriewicz’ aus Wiemelhausen sind die WAZ-Familie

Wir sind die WAZ-Familie: (v.l.) Susan, Bryan, Oma Dagmar, Anthony, Leo und Johannes Kuriewicz werden sich in den nächsten zwei Jahren regemäßig zu Wort melden.

Foto: Ingo Otto

Wir sind die WAZ-Familie: (v.l.) Susan, Bryan, Oma Dagmar, Anthony, Leo und Johannes Kuriewicz werden sich in den nächsten zwei Jahren regemäßig zu Wort melden. Foto: Ingo Otto

Bochum.   Es gab zahlreiche Bewerbungen. Die Wahl fiel nicht leicht. Die Entscheidung ist gefallen: Familie Kuriewicz aus Wiemelhausen ist die WAZ-Familie.

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Der Familienrat tagte beim Abendessen. Diese Sache mit der WAZ-Familie könnte doch etwas für uns sein, fanden Susan und Johannes Kuriewicz. „Oft haben wir als Eltern ja einen ganz anderen Blick auf Dinge, die wir in der Zeitung lesen.“

Für den neunjährigen Bryan klang die Angelegenheit vor allem nach „viel Spaß“. Und Bruder Anthony (13) war überzeugt: „Unsere Familie passt perfekt.“ Es war beschlossene Sache: „Wir sind dabei.“ Die Bewerbung ging raus. Jetzt wird es also ernst. Oder spaßig, wenn Bryan Recht behält. Oder beides. In einem Familienleben geht es ja auch mal rauf, mal runter.

Familie erweitert Blick der Redaktion und Perspektive Bochumer Eltern

Familie Kuriewicz aus Wiemelhausen wird für die nächsten zwei Jahre die WAZ-Familie sein (am Ende dieses Artikel finden Sie eine Übersicht, über die Sie zu Vorstellungsvideos der Familienmitglieder navigieren können): die Familie, die Einblick in ihren Alltag gewährt, die den Blick der Redaktion um die Perspektive von Bochumer Eltern erweitert. Und um die Perspektive einer Patchworkfamilie.

Um die einer Elternsprecherin. Um die eines Lokalpatrioten, der sich bei den Maischützen ebenso engagiert wie bei den Basketballern der Astro-Stars und in der CDU. Um die eines Grundschülers, der sich auf die weiterführende Schule vorbereitet. Um die eines Kindergartenkindes mit Faible für Polizei und Feuerwehr. Um die eines Gesamtschülers und großen Bruders. Um die von Vereinsmitgliedern. Von Hobbysportlern. Von Netzwerkern. Von Traditionsbewahrern. Und, und, und.

Die Kuriewicz’ sind lebhaft, interessiert und aktiv

Diese Bochumer Familie ist so lebhaft, interessiert und aktiv, dass man sie einfach fragen muss, ob sie auch mal nichts tut. Susan Kuriewicz überlegt kurz: „Na ja, ganz selten eigentlich, vielleicht an einem regnerischen Wochenende.“ Aber eigentlich führen ein paar Stunden „Herumgammeln“ bei den Fünfen eher zu Stress als die richtig vollgepackten Tage.

Zumal Mama Susan die geborene Organisatorin ist. Als „Finanzministerin“ überwacht sie das Familienbudget, managt Whats-app-Gruppen mit anderen Eltern, hat genau im Blick, wer wann wohin gefahren werden muss und wann ein Kuchen auf welchem Fest zu sein hat.

Ganz nebenbei arbeitet sie auch noch, beinahe in Vollzeit.

„Ich habe immer einen Plan A, B, C und D“, sagt Susan Kuriewicz, „und wenn Plan A nicht funktioniert, mache ich Plan B und ärgere ich mich nicht darüber.“

Eltern lernen sich in Thüringen kennen

Einen Plan fürs Leben: Den hatte auch Johannes Kuriewicz. Guter Job, Glück in Ehe und Familie. Was man(n) sich halt so erträumt. Die beruflichen Weichen waren für den Großhandelskaufmann schnell gestellt. Das Liebesglück hingegen war reine Glückssache.

Im Urlaub in Thüringen lernt er 2012 Susan kennen; in der einzigen Diskothek ihrer thüringischen Heimatstadt Meiningen. Binnen Monaten ist die Entscheidung getroffen: Sie zieht zu ihm, nach Bochum. Leonidas (seit dieser Woche stolze vier) ist da schon unterwegs. Ein Umzug des Ur-Bochums nach Thüringen? Nur schwer vorstellbar.

Susan schickt zwei Bewerbungen ins Ruhrgebiet und erhält zwei Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. „Es sollte wohl einfach so sein“, sagt sie. Bereut hat sie den Umzug nie. Für ihre beiden Söhne aus erster Ehe lief der Neustart gut, sie selbst mag ihre Arbeit als Steuerfachangestellte und Sekretärin in Dortmund. Und überhaupt: Als Dorfkind schätzt sie an Bochum die reiche Auswahl an Vereinen, Schulen und Kindergärten – und die langen Ladenöffnungszeiten.

Großeltern ziehen in Heimat ihrer Schwiegertochter

Seit 2014 leben die fidelen Fünf in einem eigenen Haus. Die Zeiten, in denen Johannes’ Eltern häufig vorbeigeschaut haben, sind leider vorbei. In diesen Wochen ziehen Dagmar (58) und Gerd Kuriewicz (61) um. Nach Thüringen. In die Heimat ihrer Schwiegertochter, wo sie einen bescheidenen Altersruhesitz erworben haben. Den Kontakt zu den Liebsten daheim werden die Großeltern aber weiter intensiv pflegen. Gerade jetzt, wo sie allesamt zur WAZ-Familie gekürt worden sind.

Als „Chance, als Familie unsere eigenen Erfahrungen und Meinungen einzubringen“, begreifen Susan und Johannes Kuriewicz ihre neue Rolle. Sie legt den Schwerpunkt auf Schule, Finanzen, Erziehung, er auf Traditionspflege, Sport, Ehrenamt. Die drei Jungs haben ihre ureigene Motivation: „Es macht Spaß, in die Zeitung zu kommen. Wir freuen uns drauf!“

Wir auch.

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Die Kuriewicz’ stellen sich selbst vor – in Videos. Um zu diesen zu gelangen, navigieren Sie über das Foto, klicken auf die roten Kreise und anschließend auf den dortigen Link.

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