Jahresempfang

Die Grünen in Bochum unterstützen die Schüler-Proteste

Peter Borgmann (li.) legt nach 16 Jahren die Geschäftsführung des Kreisverbandes der Grünen nieder. Beim Jahresempfang wurde er verabschiedet.

Peter Borgmann (li.) legt nach 16 Jahren die Geschäftsführung des Kreisverbandes der Grünen nieder. Beim Jahresempfang wurde er verabschiedet.

Foto: Socrates Tassos

Bochum.  Die Grünen in Bochum unterstützen die „Fridays for Future“-Proteste der Schüler. Beim Jahresempfang ging es aber nicht nur um den Klimaschutz.

Das Kunstmuseum ist gut gefüllt. Musiker Tommy Finke hat sein Equipment aufgebaut. Den künstlichen Sternenhimmel haben die Grünen für ihren Jahresempfang am Samstag hängen lassen. „Heute geht es um den entspannten Austausch“, sagt Sprecherin Thea Jacobs.

Politik darf aber doch nicht fehlen. Die Grünen zeigen sich solidarisch mit den „Fridays for Future“-Protesten, an denen in Bochum zuletzt 1000 Schüler teilgenommen haben. „Erst wird lange bemängelt, dass sich keiner engagiert, und jetzt wird plötzlich gesagt: Bleibt lieber zu Hause! Das passt doch nicht zusammen“, betont der Fraktionsvorsitzende Manfred Preuß.

Europa-Kandidatin zu Gast

Gleichzeitig läutet der Empfang den Europa-Wahlkampf ein. Die Wahl findet am 26. Mai statt. Alexandra Geese wird kandidieren. Ein wichtiges Thema sei der Klimaschutz, erklärt die Bonnerin. „Wir müssen anfangen, Sachen zu besteuern, die Schaden anrichten, und Anreize für erneuerbare Energien und nachhaltigen Verkehr schaffen“, sagt sie und fordert eine CO2-Steuer.

Der Abend steht zudem im Zeichen eines Wechsels in der Geschäftsführung des Kreisverbandes. Peter Borgmann hört nach 16 Jahren auf und wird von Oliver Buschmann abgelöst. Der Abschied fällt emotional aus. „Wie in einer Familie, können wir uns als Grüne auch nicht aussuchen, mit wem wir zusammenarbeiten. Und trotzdem müssen wir als Team zusammenarbeiten, egal wo wir stehen“, erklärt Borgmann.

Auch andere Parteien und Gruppen sind vor Ort

Am Jahresempfang nahmen rund 100 Personen teil. Auch Vertreter anderer Parteien und Gruppen waren vor Ort, etwa der Paritätische, der Islamische Kulturverein und der Fahrradclub ADFC. Für die SPD war Oberbürgermeister Thomas Eiskirch im Museum. In den folgenden Jahren möchten die Grünen mit ihrem Empfang weiter durch verschiedene Lokalitäten wandern, um auch in den Stadtteilen präsent zu sein.

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